Prominenter Gast zum Vorabenddinner: Dr. Florian Langenscheidt ("Die wichtigste erneuerbare Energie: Optimismus")

AMK

Power-Programm für 2010

Ob exaktere Branchenzahlen, neue technische Normen oder noch mehr Öffentlichkeitsarbeit, um die "Lust auf Küche" zu mobilisieren: Viele Projekte hat sich die AMK vorgenommen. Was auf dem Programm für 2010 steht und was bereits im letzten Jahr geleistet wurde, konnten die Mitglieder auf dem Jahrestreffen gestern in Mannheim erfahren. Immerhin 140 Teilnehmer bestätigten den Bedarf nach Austausch und neuen Impulsen.

Als wesentliches Anliegen gilt zum Beispiel das Bedürfnis nach "echten Zahlen", das mit Blick auf die Divergenzen in 2009 einmal mehr offenbar wurde. Bekanntlich weist das Statistische Bundesamt ein Inlandsminus von fast 10 Prozent für die Küchenmöbelindustrie (beim Umsatz) aus, während der VdDK anhand der Auftragseingänge (Stückzahlen) von einem leichten Plus ausgeht. Unterschiedliche Ergebnisse liefern auch die Exportzahlen und die Geräteumsätze, sodass sich die AMK nun um ein einheitliches Bild bemüht. Auf der Basis von Umsätzen, die von 51 Herstellern aus den Bereichen Möbel, Geräte und Zubehör zusammengetragen und mit denen von VdDK und ZVEI synchronisiert werden, soll künftig einmal im Jahr eine Wirtschaftsbilanz für die gesamte Branche gezogen werden. Ausgewiesen werden Bruttoumsatz (vor Boni und Skonto), Exportumsatz und Beschäftigtenzahl. Die erste Veröffentlichung ist für den kommenden Mai geplant.[page_break]

Nicht zuletzt aufgrund der via GfK nachgewiesenen positiven Verbraucherstimmung in Deutschland bezeichnete Roland Hagenbucher, Siemens-Geschäftsführer und Sprecher der AMK, 2009 als "ein recht ordentliches Jahr". Während jedoch für 2010 - bedingt durch die schleppende Baukonjunktur und möglicherweise steigende Arbeitslosigkeit - die Erwartungen nicht allzu hoch zu schrauben seien. Anlass zu Optimismus gebe andererseits die anhaltende Verbraucher-Orientierung an Mehrwert und (ökologischer) Nachhaltigkeit sowie der sich wieder erholende Export. Wichtige Impulse soll dazu auch die Messe "LivingKitchen" liefern, zu der Hagenbucher die wohl wichtigste Nachricht des Tages verlas: Die BSH wird 2011 dabei sein! Frank Haubold, Projektleiter bei der Koelnmesse, konnte darüber hinaus von insgesamt 47 Anmeldungen berichten. Damit sind bereits rund 90 Prozent der Hallen 4.2 und 5.2 Fläche belegt. Neu verkündet wurde überdies ein Preview-Tag, an dem Aussteller optional teilnehmen können, sodass die Messe dann vom 17.1.bis 23.1.2011 den Fachbesuchern offen steht (neben den drei Besuchertagen zum Wochenende hin).

Auch AMK-Geschäftsführer Frank Hüther hat mit seiner Crew und der Arbeitsgruppe Öffentlichkeitsarbeit weitere Unterstützung für die Kölner Küchenmesse zugesagt. Überhaupt bleiben die 10 Mio. Küchen, die älter als 15 Jahre sind, hierzulande eine Herausforderung. Durch das tatkräftige Engagement - von zahlreichen Pressemitteilungen über die Vorzüge moderner Küchenausstattung, Medienkooperationen bis zum "Tag der Küche" - kamen im letzten Jahr 87,86 Mio. Druckkontakte zustande. Auch das Relaunch des "Ratgeber Küche" fand großen Anklang. Auf aktuellen Stand gebracht wird nun die Ergonomiestudie von 1991 - ebenso wie die Merkblätter von der Arbeitsgruppe Technik und Normung im Fokus bleiben (neu begonnen wurde das Thema "Möbeloberflächen").

Angesichts der Vielseitigkeit der Aufgaben erkennen immer mehr Unternehmen der Branche die Relevanz der AMK: Bei derzeit 105 Mitgliedern konnten zwar elf Abgänge (davon drei Insolvenzen), aber auch 14 Neuzugänge registriert werden. Darunter fällt neben BASF, Cosentino, FB, Sachsenküchen, Samsung und LGA auch Union als erster Großflächenverband.

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