Philipp und Martin Blum

Philipp und Martin Blum leiten in 3. Generation seit einem Jahr das Unternehmen.

Blum

Positive Geschäftsentwicklung

Gegenüber dem Vorjahr konnte der Beschlägehersteller Blum seinen Umsatz um 2,6 Prozent auf 1.887,85 Mio. Euro steigern und schließt am 30. Juni das Geschäftsjahr 2018/2019 somit positiv ab. Das teilte das Unternehmen in einer Pressekonferenz am Stammsitz Höchst mit. Seinen Umsatz erwirtschaftet Blum zu 48 Prozent im EU-Raum und 15 Prozent in den USA. Über 120 Länder beliefert der Beschlägespezialist weltweit und ist mit 31 Tochtergesellschaften bzw. Repräsentanzen in den internationalen Märkten vor Ort vertreten. Die Übergabe des Familienunternehmens an die 3. Generation ist abgeschlossen und Gerhard E. Blum widmet sich nun ganz seinen Aufgaben in der Blum Group Holding. Gemeinsam mit dem Führungskreis sieht die neu formierte Geschäftsleitung mit Philipp Blum, Martin Blum, Urs Bolter und Gerhard Humpeler den Schlüssel für eine erfolgreiche Zukunft darin, vernetzt zusammenzuarbeiten und sich konsequent an den Stärken und Kompetenzen der einzelnen Mitarbeiter zu orientieren.

„Unsere weltweiten Mitarbeiter sind gut vernetzt, hochmotiviert und arbeiten über Abteilungs- und Landesgrenzen hinweg eng zusammen. Sie tragen die positive Entwicklung unseres Unternehmens“, so Geschäftsführer Philipp Blum. Zum Stichtag am 30. Juni 2019 arbeiteten 7.983 Personen international bei Blum. Das sind 372 Mitarbeiter mehr als im Vorjahr. Am 1. September dieses Jahres starten 103 neue Lehrlinge ihre Ausbildung bei Blum, darunter 25 Mädchen. Weltweit bildet Blum ab Herbst 384 Lehrlinge aus, 363 davon in Vorarlberg, 21 bei Blum USA.

In Westeuropa war die Geschäftsentwicklung eher verhalten. In Mittel- und Osteuropa hat sich die positive Entwicklung der vergangenen Jahre fortgesetzt. Die EU ist für Blum ein wesentlicher Stabilitätsfaktor. Hier erwirtschaftet der Beschlägehersteller 48 Prozent seines Umsatzes. Während Südamerika weiterhin stagniert, konnte das Traditionsunternehmen in den Märkten Nordamerikas ein gutes Jahr verzeichnen. Auch im asiatisch-pazifischen Raum blickt Blum auf eine zufriedenstellende Entwicklung mit einem guten Wachstum gegenüber dem Vorjahr zurück.

Die Gesamtinvestitionen für die Blum-Gruppe beliefen sich im Wirtschaftsjahr 2018/2019 auf 242 Mio. Euro. Das neue Stanzzentrum in Dornbirn ist nun fertiggestellt, ebenso die Erweiterung des Werkes in Bregenz. In Bregenz entsteht nun im nächsten Schritt bis Sommer 2021 eine neue Produktionshalle mit 49.000 qm Nutzfläche. Ein nicht unerheblicher Anteil der Investitionen fließt bei Blum in den ständigen Ausbau der Marktorganisationen, um Kunden vor Ort bestmöglich bedienen zu können. So erweitert Blum in den USA den Wareneingang und Versand sowie das Hochregallager und in Kanada entsteht ein neuer Standort für die kanadische Tochtergesellschaft mit Lager, Büro und Schauraum. Auch in Polen startete das Unternehmen mit der Erweiterung der Verwaltung. In China, wo Blum-Kunden in den letzten Jahren ein kontinuierliches Wachstum aufwiesen, konnte man sich in der Nähe des heutigen Standorts ein weiteres Grundstück sichern. Hier plant Blum in den nächsten Jahren den Aufbau einer lokalen Montage und eines automatischen Hochregallagers. „Wir bekennen uns zu unserem Hauptstandort Vorarlberg: Hier entwickeln und optimieren wir unsere Produkte und Produktionsverfahren in acht Werken. Darüber hinaus gehen wir mit der Produktion zum Markt, wenn es aufgrund der lokalen Nachfrage logistisch sinnvoll ist. Vor 40 Jahren haben wir in den USA mit der lokalen Produktion gestartet, heute sehen wir eine ähnliche Situation in China“, erläutert Geschäftsführer Martin Blum das Vorgehen des Unternehmens.

Wie sich die Weltwirtschaft zukünftig entwickelt, sieht das Traditionsunternehmen mit einigen Unsicherheiten behaftet. „Global gibt es einige Zeichen, welche auf ein Abflachen der Wachstumsdynamik der letzten Jahre hindeuten“, so die Einschätzung von Geschäftsführer Philipp Blum. Der nicht geregelte Brexit schürt weiterhin Unsicherheit in der EU, ebenso wie der immer wieder aufflammende Handelskonflikt zwischen den USA und China. Auch die wirtschaftliche Situation in der Türkei bleibt ungewiss. Dennoch geht Blum das neue Wirtschaftsjahr vorsichtig optimistisch an und setzt auf stete Innovationen, den Ausbau der Märkte und enge Kundenbeziehungen.

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