Küchenhandel

Positive Entwicklung – vor allem im Hochwertbereich

Im Rahmen der AMK-Pressekonferenz in Köln wurden gestern auch aktuelle Zahlen zur Entwicklung des Küchenhandels bekannt gegeben. Nach Angaben von Markus Wittmann, Global Division Manager Home and Living bei der

Im Rahmen der AMK-Pressekonferenz in Köln wurden gestern auch aktuelle Zahlen zur Entwicklung des Küchenhandels bekannt gegeben. Nach Angaben von Markus Wittmann, Global Division Manager Home and Living bei der GfK, hat sich der Inlandsmarkt für Küchen 2011 sehr positiv entwickelt. Demnach stieg dieser um 9,6 Prozent (wertmäßig) bzw. um 7,3 Prozent (mengenmäßig). Vor allem das Hochwert-Segment (über 10.000 Euro) konnte in den letzten Jahren kontinuierlich zulegen. Lag dessen Anteil 2002 noch bei 21 Prozent, wuchs dieser auf 34 Prozent an. Ein Grund sei die entsprechende Entwicklung bei den Einrichtungshäusern und dem Küchenfachhandel. Diese beiden Vertriebskanäle kanem zusammen auf einen Durchschittspreis von Küchen von jetzt 6.832 Euro (+ 800 Euro im Vergleich zu 2006).
In Bezug auf die Produkte führten hochwertige Küchen in Lackausführungen zu den höheren Durchschnittspreisen. Doch auch bei den Einbaugeräten sei weiterhin ein Trend zu hochwertigen Produkten feststellbar. Dazu wurden einige interessante Daten genannt. 46 Prozent des im deutschen Möbel- und Küchenfachhandel generierten Umsatzes mit Glaskeramik-Kochfeldern erzielen heute Kochflächen mit Induktion. Das Preispremium im Vergleich zu Kochflächen ohne Induktion liegt aktuell bei über 500 Euro.
Deutschland ist außerdem führend bei energieeffizienten Geräten. Bereits 36 Prozent des Umsatzes mit Einbau-Geschirrspülern im Möbel- und Küchenfachhandel wird mit Geräten erwirtschaftet, deren Energieeffizienz besser ist als Energieeffizienzklasse A. Bei Einbau-Kühlgeräten liegt der Umsatzanteil dieser hocheffizienten Geräte sogar bei über 75 Prozent.
Hocheffiziente Geräte erzielen folgende Preisdifferenzen: Vergleichbare Einbau-Kühlgeräte (hier: 1-Türer >90 cm) mit A++ liegen im Preis 40 Prozent über Geräten mit A+. Bei Einbaugeschirrspülern beträgt die Preisdifferenz zwischen Geräten mit A++ und A+ zwar nur 8 Prozent. Zwischen Geräten der Top- Energieeffizienzklasse A+++ und Geräten mit A++ liegt aktuell jedoch ein Preisunterschied von 47 Prozent.
Der ungebrochene Trend zur offenen Küche spiegelt sich auch im Absatz von Inselessen im Möbel- und Küchenfachhandel wider. 2011 wurde erstmalig eine Menge von über 60.000 Stück abgesetzt. Mittlerweile werden knapp 20 Prpozent des Umsatzes im Bereich der Dunstabzugshauben mit dem Verkauf von Inselessen zu einem durchschnittlichen Preis von 1.143 Euro erwirtschaftet.
Auch die Verkaufsmenge der Warengruppe Dampfgarer steigt stetig an. In 2011 wurden über den Möbel-/ Küchenfachhandel bereits 43.000. Stück vertrieben. Der aktuelle Durchschnittspreis des Segments liegt um 1.000 Euro über dem Durchschnittspreis eines Backofens.