VDM
Positive Entwicklung, aber schon bald zwei von drei Möbeln aus dem Ausland
Über den Erwartungen entwickelte sich das erste Halbjahr für die deutsche Möbelindustrie. Nach einem Umsatzwachstum von 2,3 Prozent für das Gesamtjahr 2014, legten die Hersteller in den ersten sechs Monaten
Über den Erwartungen entwickelte sich das erste Halbjahr für die deutsche Möbelindustrie. Nach einem Umsatzwachstum von 2,3 Prozent für das Gesamtjahr 2014, legten die Hersteller in den ersten sechs Monaten dieses Jahres mit einem Plus von 4,6 Prozent auf 8,5 Mrd. Euro zu. Als Gründe für die gute Entwicklung gab VDM-Präsident Axel Schramm während der heute in Köln stattfindenden Jahres-Wirtschaftspressekonferenz u. a. die positive Arbeitsmarktlage, steigende Einkommen sowie eine hohe Bautätigkeit, von der die Möbelbranche profitiere, an. „Aber auch das Exportgeschäft leistete mit der Erholung im Euroraum und den positiven Wirtschaftsaussichten in wichtigen Absatzmärkten wie USA und Großbritannien einen Beitrag zum Branchenwachstum.“ Die Ausfuhrquote stieg im 1. Halbjahr um 4,4 Prozent auf 4,93 Mrd. Euro. Erfreulich ist dabei, dass sich Märkte wie die Niederlande oder Spanien offenbar wieder erholt haben.
Probleme bereite Axel Schramm hingegen der Möbelimport: Dieser erhöhte sich um 5,4 Prozent auf sechs Mrd. Euro. Die Importquote stieg somit innerhalb von nur zehn Jahren um die Hälfte auf beachtliche 61 Prozent. Oder anders ausgedrückt: Bereits zwei von drei in Deutschland verkauften Möbel stammen in Kürzer aus dem Ausland. Insbesondere die Einfuhren aus China und Vietnahm haben stark zugenimmen. „Diese Entwicklung sehen wir als Hersteller natürlich mit großer Besorgnis. Aber wir sollten nicht nur klagen, sondern analysieren“, so der VDM-Präsident. Und weiter: „Handel und Industrie sollten offen kommunizieren, denn Möbel sind nicht nur Preise, sondern auch Qualität und Emotion.“
Für das zweite Halbjahr stehen die Vorzeichen zwar weiter positiv, jedoch werde sich das Wachstum abschwächen. „Ich bin jetzt mal ganz wagemutig: Am Ende steht vor dem Komma eine Drei“, prognostizierte Schramm.

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