Polstermöbel mit Außenhandels-Defizit

Der Export deutlich im Minus, Importe auf hohem Vorjahresniveau. So stellt sich die Außenhandelssituation der deutschen Polstermöbelindustrie für drei Quartale 2010 anhand der vorläufigen Daten des Statistischen Bundesamtes dar, die der Verband der deutschen Polstermöbelindustrie, Herford, jetzt veröffentlichte. Mit einem Exportwert von 432,9 Mio. Euro verfehlten die deutschen Polsterer das 2009er Ergebnis um fast 8,5 Prozent. Gleichzeitig wurden für 1,035 Mrd. Euro Polstermöbel importiert. Die Außenhandelsbilanz also weiter im Minus. Und zwar mit 603,0 Mio. Euro.

Zu den wichtigsten Abnahmemärkten für deutsche Polstermöbel gehören die Schweiz mit einem Anteil von 101,2 Mio. Euro, Österreich (79,7 Mio. Euro), die Niederlande (65,7 Mio. Euro) und Frankreich (43,9 Mio. Euro). Dabei legten die Ausfuhren in die Schweiz um knapp 8 Prozent zu, die nach Frankreich sogar um fast 19 Prozent, während Österreich und die Niederlande 17,5 bzw. 37,7 Prozent weniger abnahmen. Bemerkenswerte Steigerungen gab es auch in den Geschäften mit Russland (+30,5 Prozent), Japan (+28,9), den USA (+29,9), Norwegen (+19,7) sowie Südkorea (+67,8), Hongkong (41,9) und China (57,7); letztere allerdings auf vergleichsweise niedrigem Niveau.

Unter den Lieferländern von Polstermöbeln nach Deutschland nimmt nach wie vor Polen die Spitzenstellung ein, gefolgt von China. Mit einem Wert von 208,1 Mio. Euro haben die Einfuhren aus China allerdings noch nicht die 50-Prozent-Marke der polnischen Einfuhren in Höhe von 420,8 Mio. Euro erreicht. Allerdings steigerten die Chinesischen Produzenten ihre Ausfuhren nach Deutschland gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum um beachtliche 42 Prozent. Der Abstand zum Spitzenreiter, der ein Minus von 4,4 Prozent bilanzierte, schrumpft also. Mit deutlichem Abstand folgen in der Liste der wichtigsten Importländer dann Norwegen, die Slowakei, Italien, Ungarn, Rumänien, die Schweiz, die Türkei und die Niederlande - alle mit negativer Bilanz. Deutliche Zuwächse verzeichneten dagegen die Einfuhren aus Malaysia (+17,5 Prozent), Belgien (+12,3), Indonesien (+45), Vietnam (+19,7), USA (+35,0), Litauen (+23,2) Serbien (+36,0) und Kroatien (+27,7). Die meisten davon von niedrigen Werten ausgehend.

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