Für die Österreichische Möbelindustrie bilanzierte Dr. Georg Emprechtinger das Jahr 2011.

Österreichische Möbelindustrie

Plus im Export

Möbel aus Österreich waren 2011 im Ausland gefragt: Der Export wuchs um 2,4 Prozent auf 1,3 Mrd. Euro. Dr. Georg Emprechtinger, Vorsitzender der Österreichischen Möbelindustrie, zog gestern in Wien eine positive Jahresbilanz. Die Gesamtproduktion sei statistisch zwar um 3,3 Prozent auf knapp 2,3 Mrd. Euro gesunken, doch für den Rückgang sei ein Teil der Zulieferindustrie verantwortlich, die Zahlen der Möbelhersteller im engeren Sinne, ergäben einen Produktionszuwachs von 2,3 Prozent.

Auch für 2012 sieht es gut aus: In den wichtigsten Zielmärkten herrsche ein gutes Konsumklima. Über die Auftragsbestände zeigte sich die österreichische Möbelindustrie, laut einer Umfrage im April, zufrieden.

Über 90 Prozent der Exporte finden Abnehmer in Europa. Deutschland ist mit Abstand wichtigster Handelspartner, gefolgt von Polen, Italien sowie der Schweiz. Dabei verdrängte Polen die krisengeschüttelte Republik Italien erstmals von zweiten auf den dritten Platz.

Die Möbelimporte nach Österreich haben um 11,3 Prozent zugenommen. Problematisch ist, so Emprechtinger, der stark zunehmende Preisdruck aus Asien, allen voran China. "Innerhalb von nur fünf Jahren hat sich die Möbelproduktion in China mehr als verdreifacht. 2010 belief sie sich auf 130 Mrd. US-Dollar. Deutschland und Italien erreichten dagegen jeweils nur rund 20 Mrd. US-Dollar. Gleichzeitig steigen die Rohstoffpreise stark."

Österreich importierte 2011 Möbel im Wert von knapp 130 Mio. Euro aus China, 14,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Aus Deutschland wurden Möbel im Wert von 950 Mio. Euro eingeführt. Das entspricht einem Zuwachs von 12 Prozent und einem Gesamtanteil von fast 52 Prozent.

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