Philipp Koecke, Prokurist bei deinSchrank.de

Maßmöbelanbieter im Performance-Check - III

Philipp Koecke: "Hinter DeinSchrank.de steckt ein hoher Grad an Digitalisierung"

Die DeinSchrank.de GmbH ist ein deutscher E-Commerce-Pionier für maßgefertigte Möbel. Das Mass-Customization-Unternehmen fertigt im hochautomatisierten Werk in Rheinbach nach dem Leitgedanken der Industrie 4.0. Im Online-Konfigurator mit 3D-Ansicht gestaltet der Kunde sein einzigartiges Möbelstück und beeinflusst mit jedem Klick den Endpreis. Zusätzlich zu einem Besuch in den Ausstellungen können die Kunden eine persönliche Beratung per Chat, Mail oder Telefon in Anspruch nehmen. Seit der Gründung 2010 erschloss DeinSchrank.de die Märkte in sieben europäischen Ländern. Wir haben deshalb mit Philipp Koecke, Prokurist bei DeinSchrank.de, gesprochen, um herauszufinden, wie der Shop durch das Corona-Jahr navigiert hat.

möbel kultur: Herr Koecke, wie sind Sie mit DeinSchrank.de durch das Corona-Jahr 2020 gekommen? Und wie schneiden Sie wirtschaftlich gegenüber Ihren Planungen ab?

Philipp Koecke: Die Corona-Pandemie war und ist für alle Unternehmen und deren Mitarbeiter eine Herausforderung. Bei DeinSchrank.de haben wir in 2020 alle Mitarbeiter weiter beschäftigt und sogar weitere Mitarbeiter eingestellt. Das lag vor allem an der großen Nachfrage, die uns sowohl von bestehenden als auch von Neukunden erreichte.

möbel kultur: Was waren die größten Herausforderungen?

Philipp Koecke: Eine große Herausforderung in diesem Jahr war die schnelle Reaktion auf die neuen Anforderungen. Dabei stand und steht die Sicherstellung der Gesundheit unserer Mitarbeiter an oberster Stelle.

möbel kultur: Wer ist Ihre Zielgruppe?

Philipp Koecke: Zu unserer Zielgruppe gehört jeder, der eine individuelle Möbel-Lösung für sein Zuhause möchte.

möbel kultur: Mit welchem Geschäftsverlauf rechnen Sie 2021 und was werden die größten Herausforderungen sein?

Philipp Koecke: Aufgrund des Cocooning-Trends gehen wir davon aus, dass auch 2021 die Nachfrage nach individuellen Maßmöbeln bestehen bleibt. Daher blicken wir positiv in die Zukunft, auch wenn uns die Corona-Lage als Herausforderung noch länger begleiten wird.

möbel kultur: Denken Sie, dass das Thema Maßmöbel auch im stationären Handel Fahrt aufnimmt und von großen Anbietern wie Höffner oder XXXLutz verstärkt angeboten werden könnte?

Philipp Koecke:In diesem Jahr hat sich gezeigt, dass große Möbelanbieter aus dem stationären Handel vermehrt die eigenen Produkte über das Internet anbieten. Dabei stehen jedoch nur bestimmte Ausführungen zur Auswahl. Um Maßmöbel online verkaufen zu können braucht es einen Konfigurator, der individuelle Planungen zulässt, sowie eine Fertigung, welche die Wünsche der Kunden Millimeter genau umsetzen kann. Das bedarf jedoch einen hohen Grad an Digitalisierung, viel Entwicklungsarbeit und vor allem Zeit.

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