VDM-Geschäftsführer Dirk-Uwe Klaas

Pauschale für Reklamationen “völlig inakzeptabel”

Die vielbeschworene Partnerschaft zwischen Möbelhandel und -industrie ist mal wieder extrem angespannt. Und das ein paar Tage vor Beginn der M.O.W. sowie der Hausmessen in Oberfranken und Süddeutschland. Grund sind

Die vielbeschworene Partnerschaft zwischen Möbelhandel und -industrie ist mal wieder extrem angespannt. Und das ein paar Tage vor Beginn der M.O.W. sowie der Hausmessen in Oberfranken und Süddeutschland. Grund sind erneut Querelen zum Thema Reklamationsabwicklung. Mehrere Begros-Mitglieder hatten angekündigt, bei Reklamationsfällen eine Pauschale in Höhe von 75 Euro zu berechnen. Einge Hersteller drohten deshalb schon mit Lieferstopp. VDM-Geschäftsführer Dirk-Uwe Klaas hat jetzt auch reagiert – mit einem eindringlichen Appell an den Handel, nicht die wirtschaftliche Existenz vieler kleiner Unternehmen aufs Spiel zu setzen. Zitat:
"Die Ankündigung zahlreicher Anschlusshäuser des Begros-Verbandes, ab dem 1. September 2003 einen pauschalen Ersatz für die Reklamationsaufwendungen zu verlangen, bedeutet für unsere Branche einen massiven Anschlag auf das Vertrauensverhältnis zwischen Industrie und Handel, Die Art und Weise dieses einseitigen Vorgehens ist für die Möbelindustrie völlig inakzeptabel. Sofern für jede noch so kleine Reklamation eine Pauschale von beispielsweise 75 Euro seitens des Handelns einbehalten wird, bedroht dies die wirtschaftliche Existenz vieler Unternehmen und steht in keinem Verhältnis zum tatsächlichen Aufwand. Bisher ist lediglich bekannt, dass die Ostermann-Häuser schon Geld tatsächlich einbehalten, was jedem partnerschaftlichen Verhalten – welches gerade Vertreter des Möbelhandels auf Tagungen gerne feierlich beschwören – ad absurdum führt.
Der Verband der Deutschen Möbelindustrie bündelt derzeit die Interessen der betroffenen Firmen. Besonders durch ein geschlossenes und einheitliches Auftreten der Industrie kann diesem unpartnerschaftlichen Verhalten Einhalt geboten werden. Den ,Ostermann-Geschädigten', die ein solch koordiniertes Vorgehen befürworten und sich gegen diese Raubritter-Praktiken wehren wollen, bietet der VDM an, sich in der Geschäftsstelle in Bad Honnef zu melden."