Begros

Patrick Neuss im Interview

Patrick Neuss, erster hauptamtlicher Geschäftsführer der Begros, zieht nach dem ersten Jahr in dem Amt Bilanz. Er sieht den Verband vor allem aufgrund der Eigenmarken – im Fokus steht „Mondo“ – auf einem sehr guten Weg. Gleichwohl bleibt noch einiges zu tun, insbesondere bei der Digitalisierung und den Reklamationen, um den wachsenden Ansprüchen der Verbraucher gerecht zu werden. „Schonungslos konsequent“ sollen die wichtigen Themen dabei angegangen werden. „Wir haben im letzten Jahr verstärkt darauf geachtet, noch kundenzentrierter zu denken und zu arbeiten. Das ist nicht immer leicht. Aber aus meiner Sicht entscheidend, um viel konsequenter die Reaktionen der Verbraucher zu analysieren und darauf zu reagieren. Das verlangt eine große Veränderungsbereitschaft, eben weil sich die Kundenwünsche heute schneller verändern als früher“, betont Neuss.

Zum Thema Reklamationen sagt er zudem: „Offen gesagt war ich wirklich erschüttert zu sehen, dass es sich hierbei um einen ,Dauerbrenner‘ handelt. Es kann doch nicht angehen, dass hier jährlich hohe Millionenbeträge verbrannt werden. Wir Händler sind gegenüber dem Kunden sichtbar mit unserem guten Namen. Wir geben ihm vor Ort ein tüchtiges Leistungsversprechen. Daher ist es doch logisch, dass wir die Reklamationen nicht nur messen und analysieren, sondern konsequent Maßnahmen daraus ableiten. Es gibt hier dringenden Handlungsbedarf, und das packen wir an.“

Interssant sind auch die Ausführungen zum weiteren Wachstum der Begros, denn Größe allein zählt nicht. „Mir ist es wichtig, festzuhalten, dass wir unabhängiger von Größe und Volumen sind, als man vielleicht denken mag. Wir sind nicht getrieben von dem Gedanken, dass wir einen möglichst hohen Umsatz in der Statistik ausweisen müssen. Entscheidend ist, dass wir die zuvor genannten Themen zu einem Erfolg bringen und hierbei alle Mitglieder an einem Strang ziehen. Wir expandieren nicht nur der Expansion wegen. Das ist wichtig, weil uns das unabhängig hält und die Ruhe gibt, sorgfältig nachzudenken, was sinnvoll ist.“

Lesen Sie mehr dazu in der Februar-Ausgabe der „möbel kultur“.

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