ECC/Ebay

Onlinehändler wollen Digitalisierungsminister

Mehr als die Hälfte aller Onlinemarktplatzhändler (52 %) wünschen sich einen Digitalisierungsminister, der die unternehmerischen Herausforderungen im Onlineumfeld zentral bearbeitet. Das zeigt der aktuelle Marktplatz-KIX von ECC Köln und Ebay. Im Rahmen der Erhebung wurden 200 Händler befragt. Ziel war es, vor der Bundestagswahl im September herauszufinden, was mobile Anbieter von der kommenden Bundesregierung erwarten und wie zufrieden sie mit aktuellen politischen Maßnahmen sind.

Acht von zehn (82 %) haben angegeben, dass intensiver gegen missbräuchliche Abmahnungen vorgegangen werden sollte. Lediglich 13 Prozent halten aktuelle Maßnahmen in diesem Bereich für ausreichend.

Jeder dritte Befragte (35 %) ist der Ansicht, der Staat solle den Handel künftig insgesamt weniger regulieren. Außerdem fordern 75 Prozent, dass die aktuellen Regeln zum Verbraucherschutz vereinfacht werden. 70 Prozent halten eine Überarbeitung der Vorschriften zum grenzüberschreitenden Handel für sinnvoll.

„Ganz oben auf der Wunschliste der Onlinemarktplatzhändler stehen eine stärkere rechtliche Absicherung sowie der Abbau von Barrieren“, erklärt Denis Burger, Senior Director Seller Growth bei Ebay. „Aber auch Infrastrukturprojekte wie der Breitbandausbau spielen eine sehr wichtige Rolle – da ist der Wunsch der Händler nach einer Bündelung aller Digitalisierungs- und Internetthemen in einem Ministerium naheliegend.“

Mit den Umsätzen, die die Marktplatz-KIX-Teilnehmer über die vergangenen drei Monate generieren konnten, sind sie mehrheitlich zufrieden: 51 Prozent sagen, dass diese ihren Erwartungen entsprechen. Der Index steigt somit auf 126,4 Punkte. Auch für das kommende Jahr liegt der Index für die prognostizierte Umsatzentwicklung mit 152,6 Punkten deutlich über der neutralen 100-Punkte-Marke. Fast zwei Drittel (64 %) gehen davon aus, dass ihre Umsätze in den kommenden Monaten steigen werden.

Im Hinblick auf das Ergebnis der anstehenden Bundestagswahl sind 59 Prozent der Ansicht, dass die CDU/CSU-Fraktion die Interessen des Onlinehandels am besten vertritt. 26 Prozent setzen auf die SPD.

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