Deutsche shoppten online, laut Umfrage von Made.com besonders viel Outdoor-Artikel.

Made.com

Online shoppten Deutsche 2020 besonders oft Outdoor-Artikel

Von 1.000 Erwachsenen in Deutschland hat etwa ein Fünftel (ca. 20 %) im „Corona-Jahr“ 2020 mindestens einmal im Monat online für sein Zuhause eingekauft und damit deutlich weniger als Briten, Franzosen und Niederländer, die ebenfalls an der Umfrage von Made.com, dem britischen Interieur-Label, teilnahmen. Mehr als ein Viertel der Befragten (29 %) unter 35 Jahren gab an, Möbel neu arrangiert und umgeräumt zu haben – um Abwechslung und neue Perspektiven auf das eigene Zuhause zu schaffen. Darunter erwarben 28 Prozent neue Wohnaccessoires und 16 Prozent ein neues Sofa. Alleine in Großbritannien stellte Made ein bemerkenswertes Interesse an Accessoires, von Kunst (+ 117 %) bis hin zu Bettwäsche (+ 122 %) und Badzubehör (+ 177 %) fest.

„2020 war ein bedeutendes Jahr für uns“, so Ruth Wassermann, Design Director von Made.com und weiter: „Wir konnten eine kontinuierliche Beschleunigung der Umstellung auf Online-Shopping feststellen.“ Auch einen Trend zu DIY offenbarte die jüngste Made-Umfrage. So habe knapp ein Drittel der Befragten (32 %) Wände neu gestrichen, wobei knapp ein Fünftel (18 %) der 18- bis 24-Jährigen zum ersten Mal einen Pinsel in der Hand hatte. In Sachen Renovierung landete Outdoor-Bereich ganz weit vorn. Der Abverkauf in Deutschland stieg um 95 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Passend dazu wuchs das Sortiment von Outdoor-Artikeln von 1,9 auf 2,5 Prozent.

Für Deutsche, die weder Balkon noch Terrasse besitzen, war es gleichermaßen wichtig, die Natur ins Haus zu holen. Die Verkäufe von Pflanzgefäßen von Made stiegen zu Beginn des Lockdowns um 75 Prozent, wobei diese Kategorien um 22 Prozent mehr als Ad-On bei teureren Bestellungen gekauft wurden.

Wenig überraschend pushte Homeoffice die Nachfrage nach Büromöbeln. Kompakte Schreibtische und Aufrufe von Kategorien wie „Schreibtisch“ und „Bürostühle“ - stiegen um 89 Prozent und 51 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Ein Viertel der Befragten Deutschen (ca. 24 %) arbeitete im Lockdown an einem Schreibtisch. Bei den 18- bis 24-Jährigen waren eher unkonventionelle Arbeitsplätze üblich: 33 Prozent gaben an, von ihrem Bett aus und 25 Prozent von ihrem Sofa aus zu arbeiten, konventionell am Schreibtisch saßen nur rund 39 Prozent dieser Altersgruppe.

Kaufentscheidungen, so teilte Made mit, werden sehr überlegt und bewusst getroffen. Kunden kauften weniger, aber nachhaltiger und investierten in Stücke, zu denen sie eine starke, emotionale Bindung haben. Neben dem Design spielten Langlebigkeit und Handwerkskunst eine immer größere Rolle.

Jeder fünfte Teilnehmer der Umfrage shoppte 2020 online mehr als einmal die Woche. Darüber hinaus gewinnt das Einkaufen über Social-Media-Kanäle besonders bei  25- bis 34-Jährigen immer mehr an Beliebtheit.

Die Niederländer waren in Bezug auf Emotionalität und Verbundenheit zur eigenen Wohnung doppelt so stolz auf ihre Häuser bzw. Wohnungen im Vergleich zu anderen Ländern. In diesem Jahr hat der Urlaub für den Großteil der Befragten oberste Priorität (37 %). Doch 23 Prozent der Teilnehmer sind nach wie vor offen dafür, etwas Neues für ihr Zuhause zu kaufen.

 

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