Henning Brandt, Leiter Kommunikation Computop

Computop

Online-Kartenzahlung zum Jahresende nur noch mit Zwei-Faktor-Authentifikation

Bei den Zahlungs-Richtlinien sollten Einzelhändler eine wichtige gesetzliche Änderung zum Jahresende nicht aus den Augen verlieren, teilt der Payment-Dienstleister Computop mit: die Anpassung des Zahlungsverkehrs an die europäische Zahlungsdiensterichtlinie PSD2. Denn am 31. Dezember 2020 erfolgt die Umstellung der Online-Kartenzahlung, die durch die EBA (European Bank Authority) gegenüber anderen Zahlverfahren, die bereits zum 14. Septmember 2019 umgestellt wurden, einen Aufschub erhalten hatte. Nach diesem Datum dürfen keine Kartenzahlungen mehr ausgeführt werden, bei denen der Nutzer nicht durch zwei Faktoren authentifiziert wurde.

Der Datenübertragungsprozess wird durch das 3D-Secure-2-Protokoll (auch als EMVCo 3DS bekannt) bestimmt. Dieses Protokoll regelt auch die Ausnahmen, die Händlern, Acquirer- und Issuerbanken ermöglicht, im Einzelfall zugunsten eines reibungslosen Einkaufs auf die Authentifizierung zu verzichten.

Im schlimmsten Falle, dürfen (Online-)Händler, die nicht auf das neue Verfahren umstellen, ab 2021 keine Kreditkartenzahlungen mehr akzeptieren! "Händler sollten deshalb ihre Schnittstellen an das neue Protokoll anpassen und zusätzliche Daten bereitstellen. Visa hat für die technische Umstellung eine Frist bis zum 16. Oktober 2020 gesetzt – bis dahin müssen die Abläufe funktionieren, auch wenn Händler bis zum Jahresende nach dem alten Protokoll übermitteln können", erläutert Henning Brandt, Leiter Kommunikation Computop.

Er empfiehlt einen Drei-Stufen-Plan, um die rechtzeitige Umstellung auf 3D Secure 2 sicherzustellen. Dieser umfasst:

  1. Neue Datenfelder identifizieren und in das zu übertragende Datenpaket integrieren, Schnittstellen anpassen
  2. Testtransaktionen an die Zahlungsplattform übertragen und eventuelle Fehlermeldungen auswerten
  3. Bei fehlerfreier Übertragung: Weiterleitung der Testtransaktionen an den Acquirer zur finalen Prüfung

Sind diese drei Schritte vollzogen, können Händler je nach Bereitschaft ihres Acquirers auf 3D Secure 2 im Produktivbetrieb umstellen. Ob dabei die Nutzung von Version 2.1 oder 2.2 (letztere enthält die Ausnahmen für einen reibungslosen Check-Out) erfolgt, liegt am Acquirer – für den Händler macht es keinen Unterschied.

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