Karstadt

Omnichannel-Ausrichtung ist Chefsache – dabei spielen auch Möbel wieder eine Rolle

Gerade erst hat die Galeria Kaufhof die konsequente Multichannel-Ausrichtung auf die Agenda gesetzt, jetzt meldet sich Karstadt in derselben Sache zu Wort: "Wir sind nun die entscheidenden Schritte gegangen, um

Gerade erst hat die Galeria Kaufhof die konsequente Multichannel-Ausrichtung auf die Agenda gesetzt, jetzt meldet sich Karstadt in derselben Sache zu Wort: "Wir sind nun die entscheidenden Schritte gegangen, um in Zukunft durch einen ganzheitlichen Ansatz über alle Kanäle – ob Filiale, Online, Smartphone – gute Erfolge einfahren zu können", sagt Terry von Bibra (Foto), Chief Retail Officer Omnichannel bei der Karstadt Warenhaus GmbH. Er verspricht: "Unsere Online-Umsätze sind noch nicht zufriedenstellend. Wir werden in Zukunft alle Wege zum Kunden nutzen, was wir bisher noch nicht gut genug tun. Damit werden wir unseren gesamten und unseren Online-Umsatz verbessern."
Dabei setzt Karstadt anders als andere Handelsunternehmen die unterschiedlichen Kanäle nicht für unterschiedliche Kundengruppen ein. "Es geht uns immer um die gleichen Kunden, unsere Karstadt-Kernkunden. Die sind mehrheitlich weiblich und entscheiden sich eher für ausgewählte, bessere Produkte als für viele Artikel. Dabei nutzen sie alle unsere Kanäle – je nach Bedarf", so von Bibra.
Eine Stellschraube für ein erfolgreiches Omnichannel-Geschäft ist die Sortimentsgestaltung, weshalb der gesamte Einkauf neu ausgerichtet wird: "Online und Filiale müssen sich ergänzen und es reicht deshalb nicht mehr, Online nebenbei laufen zu lassen. Wir gehen alle Artikelgruppen durch und entscheiden, wie wir sie optimal anbieten können – online, stationär oder beides." Ein Beispiel: Saisonale, sehr spezielle oder große Waren wie zum Beispiel Gartenmöbel bietet Karstadt nicht ganzjährig in großen Mengen in den Filialen an, online aber schon.
Mehr Umsatz verspricht auch ein neues Incentive-Modell. Seit dem 1. April wird der Umsatz für eine Online-Bestellung der Filiale zugeordnet, wenn ein Kunde in einer Filiale online bestellt, der Artikel aus dem Lager der Filiale geliefert oder per Click and Collect in der Filiale abgeholt wird. "Damit erhöhen wir maßgeblich die Motivation der Filialen an unserem Omnichannel-Geschäft mitzuwirken", so Terry von Bibra. Später sollen die Umsätze einzelnen Abteilungen zugerechnet und final sogar einzelne Mitarbeiter für ihren Beitrag zum Omnichannel-Erfolg honoriert werden.
Abschließend sagt Terry von Bibra: "Online ist nicht Omnichannel. Eigenständige Online-Teams, die parallel, aber nicht gemeinsam mit unseren Filialen arbeiten, bringen unseren Kunden nichts. Wir verfolgen eine Omnichannel-Strategie und keine Online-Strategie."