Möbel Braun

Offenburg steht nichts mehr im Wege

Das Regierungspräsidium Freiburg hat jetzt mitgeteilt, dass Braun ein neues Möbel-Center in Offenburg errichten kann. Die ursprünglich geplante Verkaufsfläche müsse lediglich von 31.000 qm auf 27.000 qm verringert werden. Das habe die Prüfung im Rahmen des Raumordnungsverfahren ergeben. "Insbesondere die Verkaufsfläche für Teppiche und Lampen muss von 2.200 qm auf 1.400 qm verkleinert werden", erläutert Otto Mielke, zuständiger Referent für Raumordnung im Regierungspräsidium.

Die Stadt kann nun die Bauleitplanung für das neue Einrichtungshaus im Industriegebiet "Nachtweide" im Offenburger Westen fortführen, muss dabei jedoch die Vorgaben des Regierungspräsidiums auf der kommunalen Ebene in der Bauleitplanung umsetzen.

"Wichtig für uns war vor allem die Frage, ob umliegende Städte und Gemeinden, aber auch die Offenburger Innenstadt durch Umsatzumverteilungen in ihren Funktionen über Gebühr beeinträchtigt werden können. Diese sind für die Raumordnung ein wesentlicher Indikator dafür, ob in der Nachbarschaft als Folge Geschäftsschließungen drohen und daher mit einer Ausdünnung der Versorgung zu rechnen ist. Wie wir nach intensiver Prüfung der gutachterlichen Aussagen aber festgestellt haben, werden nirgendwo im Umland kritische Werte erreicht, wenn die Verkaufsfläche angemessen zurückgefahren wird", so Mielke weiter.

Auch in Offenburg selbst führe das neue Einrichtungshaus voraussichtlich nicht zu Beeinträchtigungen, erläutert das Regierungspräsidium. Denn Braun habe sich von vornherein mit einer Begrenzung der VK-Fläche für zentrenrelevante Sortimente auf 800 qm zufrieden gegeben.

Bilanz des Raumordnungsverfahrens: "Wenn unsere Vorgaben bei den Verkaufsflächen eingehalten werden", so Otto Mielke "ist das neue Möbel-Center raumverträglich." Allerdings gehört es, wie die Behörde betont, nicht zu den Aufgaben eines Raumordnungsverfahrens, bestehende Betriebe vor Konkurrenz zu schützen.

Zuletzt hatte Matthias Bader, geschäftsführender Gesellschafter der Braun Möbel-Center, seine bestehenden Flächen optimiert. Im Juni 2013 feierte Freiburg Neueröffnung. Rund vier Mio. Euro wurden in die Runderneuerung des 25.000 qm großen Hauses gesteckt. Auch der Standort Jettenburg wurde komplett umgebaut und erneuert. Dort findet sich jetzt ein Spezialmarkt für preiswerte Polster und Couchtische sowie eine umfangreiche Gartenmöbelausstellung. Insgesamt betreibt das Union-Mitglied, das 2012 einen Umsatz in Höhe von rund 220 Mio. Euro. erwirtschaftete, zehn Standorte.

Der elfte Standort könnte, wenn es nach Mathias Bader ginge, bereits 2014 eröffnet werden. "Wir stehen in den Startlöchern", sagte er auf Anfrage des "Offenburger Tageblatts". Bader rechnet zudem mit einem Investitionsvolumen in Höhe von 50 Mio. Euro.

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