Gfu-Studie

Nur 4 % der Deutschen steuern Hausgeräte „smart“

Wie weit die Steuerung und Kontrolle von Geräten per App inzwischen etabliert ist, hat im Juli das Unternehmen YouGov im Auftrag der gfu Consumer & Home Electronics GmbH untersuchen lassen. Durchgeführt wurde die repräsentative Umfrage in Deutschland und Großbritannien per Online-Umfrage bei 4.269 Personen (2.057 in Deutschland). Dabei zeigte sich, dass die tatsächliche Nutzung von Smart-Home-Lösungen in beiden Ländern noch nicht stark verbreitet ist, aber gleichzeitig ein recht hohes Interesse für eine zukünftige Nutzung besteht. Spitzenreiter bei der aktuellen Nutzung sind die Steuerung und Kontrolle von TV, Audio- oder Video-Geräten im Haushalt (bei 18 Prozent in Großbritannien und 16 Prozent in Deutschland). Die Steuerung der Beleuchtung ist für viele Befragte ein weiteres interessantes Anwendungsfeld (11 bzw. 13 %). Auch steigende Energiekosten sind häufig ein Grund, um Heizungen, Heizkörper oder Klimaanlagen mit smarten Funktionen aufzurüsten – gleiches gilt für das wachsende Bedürfnis nach Sicherheitssystemen.

Vergleichsweise niedrig ist noch die Nutzungsquote bei Hausgeräten mit smarten Funktionen. Nur jeweils 3 Prozent der in Großbritannien Befragten geben an, dass sie große Hausgeräte wie Geschirrspüler oder Waschmaschine oder kleine Hausgeräte wie Küchenmaschinen oder Kaffee-Vollautomaten smart steuern oder kontrollieren. In Deutschland liegt die aktuelle Nutzung mit jeweils 4 Prozent geringfügig höher.

Gleichzeitig besteht jedoch Potenzial: Bei den großen Hausgeräten können sich die Briten dies 33 Prozent für die Zukunft vorstellen, bei den kleinen Hausgeräten 21 Prozent. Deutsche würden zu 28 Prozent künftig zur App greifen, bei kleinen Hausgeräten ist das für 24 Prozent vorstellbar.

„Unsere Befragungsergebnisse zeigen, dass Besitz und Nutzung von Smart-Home-Lösungen immer noch hinter den Erwartungen der Tech-Branche liegen. Dass aber über alle smarten Produktkategorien ein großer Anteil der Befragten einen zukünftigen Einsatz in Betracht zieht, zeigt das große Potenzial, das weiterhin für smarte Lösungen besteht“, so Dr. Sara Warneke, Geschäftsführerin der gfu Consumer & Home Electronics GmbH. Hauptgrund für die zögerliche Nutzung: 38 Prozent der Ablehner in Großbritannien und 35 Prozent in Deutschland befürchten Sicherheitsrisiken.

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