"Das modernste Natursteinwerk Europas" steht bei Strasser in St. Martin bei Linz: In Zukunft können hier 1.900 Werkteile für 450 Aufträge pro Woche verarbeitet werden.

Strasser

Noch viel Luft für Naturstein-Arbeitsplatten

Mit 20 Mio. Euro Umsatz hat Naturstein-Verarbeiter Strasser 2012 seine Marktführerschaft in Österreich bestätigt. Dabei konnte neben den Bereichen Denkmal und Baustoffe vor allem die Hauptsparte Küchenarbeitsplatten mit 12 Mio. Euro (+12 Prozent) erneut zulegen. Zeichen dafür, dass Inhaber Johannes Artmayr nach der Übernahme des ehemals insolventen Unternehmens im Jahr 2005 mit seiner Strategie aufs richtige Pferd gesetzt hat. 8,5 Mio. Euro hat der ehemalige Miele-Produktbereichsleiter Österreich investiert, um am Standort St. Martin bei Linz "das modernste Natursteinwerk Europas" zu errichten.

Das Zentrum der jetzt in Betrieb genommenen Produktionshalle bildet ein 52 m langes und 7 m breites Hochregallager mit 28 Etagen, in dem bis zu 2.100 Arbeitsplattenteile zwischengelagert werden können. Das Einzigartige der Anlage: Alle Säge- und Fräsmaschinen sind rund um das Lager angeordnet und werden computergesteuert auf kürzestem Wege vollautomtisch mit den Werkteilen versorgt. Fertig bearbeitet werden diese wiederum direkt der Logistik überführt, was Zeit spart und Fehler minimiert. Gleich nebenan steht zudem die neu gebaute Firmenzentrale, die nun einen licht gestalteten, modernen Showroom sowie Schulungsräume unter ihrem Dach beherbergt.

Kam die Produktionsleistung schon 2012 auf 10.000 Platten per anno, soll diese nun wesentlich ausgebaut werden. "Bisher mussten wir uns bei einigen Aufträgen zurückhalten. Jetzt sind wir in der Lage unsere Kapazität in den nächsten fünf Jahren nochmals zu verdoppeln", betont Artmayr die künftigen Möglichkeiten.

Mit 70 Prozent Marktanteil bei Naturstein bereits österreichischer Marktführer, rechnet Artmayr im Heimatland noch mit deutlichen Zuwächsen. Daneben hat Strasser auch den deutschen Markt verstärkt im Fokus. Langsam arbeitet sich das Unternehmen von Süden nach Norden vor. Ziel ist, bis 2017 30 Mio. Euro Umsatz mit 200 Mitarbeitern zu erwirtschaften. "30 bis 40 Prozent der Küchenarbeitsplatten werden aus hochwertigem Stein sein, in Deutschland gestaltet sich der Markt ähnlich", sieht Artmayr einen steil ansteigenden Trend vor sich. Referenzen bilden nicht zuletzt die Schweiz und die Niederlande, wo die Deckungsquoten über 80 Prozent erreichen. Hier will er vor allem mit Qualität und Service Wettbewerbsvorteile sichern. Zur Abrundung des Portfolios zeigen überdies Quarzkomposit und Keramik bei Strasser vielversprechende Verkaufspotenziale.

Mehr zu Strasser lesen Sie in der Juni-Ausgabe der "möbel kultur".

Diese Seite teilen