Alno
Noch viel Handlungsbedarf bei Wellmann
Um 4,3 Prozent auf 310,1 Mio. Euro sank der Umsatz des Alno-Konzerns im ersten Halbjahr 2005. Gleichzeitig verweist immerhin das EBT von 26.000 Euro auf ein ausgeglichenes Ergebnis – entsprechend
Um 4,3 Prozent auf 310,1 Mio. Euro sank der Umsatz des Alno-Konzerns im ersten Halbjahr 2005. Gleichzeitig verweist immerhin das EBT von 26.000 Euro auf ein ausgeglichenes Ergebnis – entsprechend der positiven Entwicklung, die 2004 erstmals wieder zu schwarzen Zahlen führte. Dabei ist der Konzern weiterhin nicht mit allen Töchtern gleich zufrieden. Gut abgeschnitten hat wiederum das Stammgeschäft der Alno AG. Bei einem Umsatz von 86,4 Mio. Euro (+7 %) lag das Ergebnis vor Steuern bei 3,1 Mio. Euro (+75 %), der beste Halbjahreswert nach dem Börsengang in 1995. Darüber hinaus hat auch der Export mit 87,7 Mio. Euro (+4,7%) positiv zu Buche geschlagen.
Als noch nicht saniert gilt hingegen die Casawell-Service GmbH. Zwar habe sich die Ergebnislage seit der Übernahme in 2003 erheblich verbessert, doch noch keine zufriedenstellende Ertragskraft erreicht. Grund sei vor allem die unzureichende Personaleffizienz, während auf der anderen Seite die Umsätze zurückgingen. So bestehe hinsichtlich der Organisations- und Führungseffizienz nach wie vor Handlungsbedarf. Dieser soll nun in den nächsten 12 Monaten abgearbeitet werden. Richtungsweisend ist dafür nicht zuletzt die Tochter Geba, die als Folge von Effizienzoptimierung und gestiegener Umsätze inzwischen wirtschaftlich arbeitet. Das Ergebnis stieg hier um 262,9 Prozent.
Daneben wird der zum 30.6. vollzogene Verkauf von Wellpac als größtem Verlustbringer künftig für bessere Bilanzen sorgen. Doch andere Faktoren wie der Preisdruck im Verdrängungswettbewerb ebenso wie Material- und Benzinpreiserhöhungen oder Mautgebühren belasten auch weiterhin, wobei die Kosten nicht gänzlich an Handel und Verbraucher weitergegeben werden könnten. Als Maßnahmen für die Zukunft wurde bereits beim Personal abgebaut (um -3,7 % auf 2.816 Mitarbeiter gegenüber dem Vergleichszeitraum) und verlängerte Arbeitszeiten eingeführt.

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