Alno

Nobilia erhält offenbar den Zuschlag für Pino

Offiziell ist zwar noch gar nichts, doch übereinstimmend berichten nun verschiedene Medien auf der Basis eines „Westfalen-Blatt“-Artikels davon, dass es sich beim Käufer der Alno-Tochter Pino um Nobilia handelt. Am

Offiziell ist zwar noch gar nichts, doch übereinstimmend berichten nun verschiedene Medien auf der Basis eines „Westfalen-Blatt“-Artikels davon, dass es sich beim Käufer der Alno-Tochter Pino um Nobilia handelt. Am Samstag hatte Insolvenzverwalter Prof. Dr. Martin Hörmann bereits per Adhoc-Mitteilung gemeldet, dass die Gläubigerausschüsse ein Käuferangebot akzeptiert haben und dass nur noch die kartellrechtliche Frage zu klären sei. Heute findet eine Betriebsversammlung statt, die den Mitarbeitern den aktuellen Stand vermittelt.

Für Nobilia würde sich mit der Übernahme eine enorme Verstärkung des unteren Preisbereichs ergeben. Bislang liegt der Marktanteil im Segment 2.000 bis 3.000 Euro bei 16,7 Prozent und somit deutlich unter der Dominanz in anderen Segmenten. Dies hat den Hintergrund, dass sich Nobilia zunächst bewusst aus den als unrentabel bezeichneten Vertriebskanälen zurückgezogen hatte. Da aber gerade Mitnahmemärkte wie Roller, Poco und Boss derzeit boomen, wird das Manko nun offenbar wieder aufgefüllt.

Bislang arbeiten 225 Mitarbeiter im Pino-Werk Coswig. Die Produktionsfläche beträgt 171.000 qm. Für Nobilia galt allerdings bislang immer der Anspruch, die deutsche Fertigung rund um den Standort Verl/Kaunitz zu konzentrieren. So entsteht in der Nachbarschaft im Gütersloher Ortsteil Spexard künftig ein drittes Werk.