Alno

Nichts geht mehr - das Ende ist besiegelt

Alle Gespräche in Richtung einer Alno-Übernahme sind gescheitert, meldet Insolvenzverwalter Dr. Martin Hörmann. Nachdem auch der letzte Interessent (dem Vernehmen nach das chinesische Unternehmen Country Garden) abgesprungen ist, gilt der Verkaufsprozess in Pfullendorf als beendet. Entsprechend muss jetzt der Geschäftsbetrieb in Pfullendorf aufgelöst werden. Übergangsweise werden hier allerdings noch Küchen für Pino, die jetzt unter der Regie von Nobilia laufen, abgefertigt. Über 90 Jahre Alno sind damit ab heute Küchen-Geschichte – die Frage bleibt lediglich, ob es ein Revival der Marke gibt, insoweit diese noch verkauft wird. Eine bittere Pille auch für die verbleibenden rund 170 Mitarbeiter.

Auf der heutigen Mitarbeiterversammlung hat sich Hörmann bei der Belegschaft und dem Management ausdrücklich für ihren unermüdlichen Einsatz in der schwierigen Phase der letzten Monate bedankt und stellte mit persönlichem Bedauern fest: „Wir haben gekämpft und alles versucht, um eine tragfähige Zukunftslösung für Alno zu finden. Aber ohne einen Investor, der auch bereit gewesen wäre, entschlossen den Investitionsstau zu beseitigen und zudem erhebliche Mittel für die Fortführung des Geschäftsbetriebs investiert hätte, gibt es leider keine Zukunft für Alno. Dies bedaure ich sehr, denn ich sehe, was Alno für die Menschen hier in der Region bedeutet“. Der Insolvenzverwalter und der Betriebsrat haben sich heute über einen Interessenausgleich und einen Sozialplan geeinigt. Die Mitarbeiter werden noch im November betriebsbedingte Kündigungen erhalten. Von den ehemals 570 Kollegen in Pfullendorf wurden ab dem 23. Oktober bereits 400 freigestellt. Konzernweit waren es einmal 2.100 Mitarbeiter. Betroffen sind nun alle deutschen Konzerntöchter inklusive Alno Logistik (87 Mitarbeiter), soweit diese nicht wie im Fall Pino und Forster verkauft sind.

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