Haier setzt künftig mit Geschirrspülern, entwicklet in Deutschland, Zeichen für die "Europäische Identität".

Haier

Neues Entwicklungszentrum in Nürnberg

Der chinesische Gerätemulti und weltweit größte Hausgeräteproduzent Haier rückt noch näher nach Europa. Neu eröffnet hat der Konzern jetzt ein Forschungs- und Entwicklungszentrum für Geschirrspüler in Nürnberg. 15 Mitarbeiter sollen hier auf 550 Quadratmetern Modelle für den europäischen Markt, aber auch für Amerika und China entwickeln. "Die Eröffnung des Forschungs- & Entwicklungszentrums in Deutschland ist strategisch wichtig, um die ambitionierten Ziele der Gruppe zu realisieren: Bis 2015 unter die Top 5 der Hausgerätehersteller in Europa zu kommen und einer der Hauptakteure des Marktes zu werden", erklärt René Aubertin, Generaldirektor Haier Europe, den jüngsten Schritt.

Bis 2013 will der chinesische Konzern fünf Prozent der europäischen Marktanteile erreichen. Der Umsatz betrug nach Angaben für 2009 bereits 18,2 Mrd. US-Dollar mit enormen Zuwachsraten. Weltweit erwirtschaftete Haier 2010 mit Brauner, Grauer und Weißer Ware 20,7 Mrd. Dollar und zählt sich mit 6,1 Prozent Marktanteil nach Verkaufsmenge 2010 (Euromonitor International Limited) als weltweite Nummer 1 aller Hausgeräte-Marken. In Deutschland ist die Marke bislang vor allem mit Solo-Kühlgeräten und Waschmaschinen präsent, will jetzt aber auch TV-Geräte in den Markt bringen und ab kommendem Jahr einen zweiten Anlauf bei Einbaugeräten unternehmen.

Das F&E-Zentrum in Nürnberg ist für Haier Teil einer strategischen Entwicklung, um sich eine Identität als europäische Marke verschaffen - nach der Nominierung von René Aubertin als Generaldirektor Haier Europe, dem Ausbau der Mitarbeiterteams und der Eröffnung eines Showrooms im neuen europäischen Hauptsitz bei Paris in 2010. Nach der 3D-Kühlgeräte-Reihe im Jahr 2008, deren Design in Deutschland konzipiert wurde, gilt das Thema Geschirrspüler als Profilthema für hochwertige, anspruchsvolle Hausgeräte.

Diese Seite teilen