Alno

Neuer Investor plant Übernahme

Große Veränderungen beim zweitgrößten Küchenanbieter der Welt: Die Küchen Holding hat 20,6 Prozent der Alno-Aktien von der Commerzbank erworben. Außerdem wird sie den Streubesitz-Aktionären ein freiwilliges Übernahmeangebot unterbreiten. Der angebotene

Große Veränderungen beim zweitgrößten Küchenanbieter der Welt: Die Küchen Holding hat 20,6 Prozent der Alno-Aktien von der Commerzbank erworben. Außerdem wird sie den Streubesitz-Aktionären ein freiwilliges Übernahmeangebot unterbreiten. Der angebotene Preis soll sich auf 7,20 Euro belaufen. Das gab der Alno-Vorstand heute bekannt. Damit verschieben sich bei Alno die Mehrheitsverhältnisse.
Hintergrund: Bei der Küchen Holding handelt es sich um eine Bietergesellschaft, gegründet von der Münchner Investmentgesellschaft GermanCapital und der Familie Hellwig, die bereits 21,5 Prozent der Alno-Aktien besitzt. Mit dem zugekauften Anteil ist die Gesellschaft nun der größte Anteileigner von Alno. Zur Familie Hellwig gehört Gerold Hellwig, Sohn von Otto Nothdurft, der ein Spross des Firmengründers Albert Nothdurft war. Insgesamt will die Küchen Holding über 45 Prozent der Anteile an der Alno AG bündeln. Das Ziel ist eine einfache Mehrheit. Der mit 25,6 Prozent an Alno beteiligte Investor Whirlpool steht hinter dem Einstieg der Küchen Holding und wird die Gesellschaft über eine Stimmrechtsbindung für seine Anteile unterstützen. "Die Alno AG gewinnt mit GermanCapital einen industrieerfahrenen Investor, der mit Finanz-Know-how und Kapital das bestehende Management optimal unterstützen kann", so Dr. Marc Bitzer, Konzernvorstand der Whirlpool Corp. und Aufsichtsratsvorsitzender von Whirlpool/Bauknecht Hausgeräte. GermanCapital ist eine in München und St. Gallen ansässige Investment-Gesellschaft, die derzeit über ein Fondsvolumen von 150 Mio. Euro verfügt. Ihr unternehmenspolitisches Ziel bei Alno sei es, den Konzern bei der weiteren Neuausrichtung zu unterstützen, wie Dr. Jürgen Diegruber, Partner bei GermanCapital, betont: "GermanCapital wird als Gesellschafter das zukünftige Wachstum bei Bedarf auch mit dem notwendigen Kapital unterstützen." So könnte aus Sicht des Vorstands der Alno AG eine wichtige Basis für die Zukunft des Konzerns geschaffen werden.