BauInfoConsult
Neue Studie zum Kampf zwischen DIY-Verkaufsportalen und Webshops
Auch ein passionierter Heimwerker kauft seine Produkte mal im Internet. Dabei stellt sich die Frage, in welchen Arten von Webshops er letztendlich einkauft. Die Möglichkeiten sind groß: allgemeine Onlineshops wie
Auch ein passionierter Heimwerker kauft seine Produkte mal im Internet. Dabei stellt sich die Frage, in welchen Arten von Webshops er letztendlich einkauft. Die Möglichkeiten sind groß: allgemeine Onlineshops wie Amazon & Co, die Webshops der einschlägigen Baumarktketten bis hin zu den Verkaufsportalen der Markenhersteller. Die Studie „Europäischer Heimwerker- und Renovierungsmonitor“ von BauInfoConsult zeigt das Onlinekaufverhalten unter Heimwerkern in elf europäischen Ländern.
Wenn die deutschen Heimwerker ihre Materialien online einkaufen, dann nutzt die Mehrheit der DIYer allgemeine Webshops. Über die Onlineshops der Baumärkte bestellt hingegen nur gerade mal jeder vierte befragte deutsche Heimwerker. Verkaufsportale wie z. B. reuter.de, die lediglich nur ein oder zwei bestimmte Produktsegmenten abdecken, werden von den deutschen Heimwerkern im Vergleich eher seltener genutzt. Dies zeigen Studienergebnisse zum Online-Einkaufsverhalten von Heimwerkern aus Deutschland, Österreich, Frankreich, den Beneluxstaaten, Spanien, Italien, Großbritannien, Polen, Dänemark und Schweden.
Dabei befinden sich die Deutschen in guter Gesellschaft, denn auch die DIY-Enthusiasten aus Großbritannien, Österreich und Italien bevorzugen allgemeine Verkaufsportale, wenn sie Produkte für ihre Projekte online bestellen wollen. Dies hat zum Teil auch damit zu tun, dass die Heimwerker aus Großbritannien und Deutschland oft den Branchenreisen Amazon und Ebay erliegen – wahrscheinlich teilweise Macht der Gewohnheit, schließlich sind die beiden US-Konzerne auch bei den normalen Endverbrauchern in diesen Ländern sehr stark präsent.
Dies könnte auch erklären, warum die Heimwerker in anderen Ländern ihre DIY-Produkte eher bei den Webshops der Baumarktriesen einkaufen – zumindest in solchen Ländern, wo die beiden Internetriesen nicht so eine große Marktmacht ausüben. So kaufen etwa die niederländischen und belgischen Heimwerker eher bei den Verkaufsportalen der Baumarktketten direkt ein, um online an die gewünschten Produkte zu gelangen.
„Dies bedeutet, dass es für die multinational agierenden Baumarktketten clever sein könnte ihre Online-Investments eher auf solche Länder zu fokussieren, in denen Amazon noch nicht so präsent ist und somit den direkten Kampf mit Amazon zu vermeiden“ resümiert Studienleiter Reinier Zuydgeest von USP Marketing Consultancy. Schließlich habe die Geschichte gezeigt, dass, „wenn Amazon seine Ressourcen in einem Land bündelt, dies einen starken Effekt auf die Online-Marktanteile der großen traditionellen DIY-Ketten in diesem Land ausübt“.

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