Klein, aber schlagkräftig: Im Oelder Unternehmen Loddenkemper Raumsysteme, rechts Inhaber und VdDW-Vorstand Markus Wiemann, traf sich der Vorstand des Verbands der Deutschen Wohnmöbelindustrie (Herford) zum Gedankenaustausch (Foto: VdDW).

Verband der Deutschen Wohnmöbelindustrie e.V.

Neue Strukturen im Fokus - Gewichtige Vorstandssitzung des Wohnmöbelverbands

Der Vorstand der Deutschen Wohnmöbelindustrie e.V. traf sich am 18. Juni zu seiner Frühsommer-Sitzung in der Ausstellung des Oelder Traditionshauses Loddenkemper Raumsysteme GmbH & Co. KG. Hier hieß Inhaber Markus Wiemann die angereisten Unternehmensvertreter des zahlenmäßig kleinsten Vorstands der Bundesfachverbände der Möbelindustrie sowie Verbandsvertreter willkommen. Neben dem Geschäftsbericht und verschiedenen Rechtsfragen stand die kommende Organisationsstruktur der Verbandslandschaft der Möbelbranche im Fokus des Austauschs.

Jan Kurth, Geschäftsführer des VDM e.V. (Bad Honnef), ließ es sich nicht nehmen, wie bereits auf der Vorstandssitzung der Küchenmöbelindustrie für eine neue Verbandsstruktur zu werben. Unterstützt von Dr. Heumann lief er bei der Vorstellung des nunmehr schlüssigen Gesamtkonzepts augenscheinlich „offene Türen“ auf Unternehmerseite ein. Denn zentraler Punkt aller Überlegungen sei die schnellere und effizientere Nutzung der vorhandenen, in Bälde neu ausgerichteten Strukturen, Kapazitäten sowie Mitarbeiter bzw. Mitarbeiterinnen, so Kurth.

Er berichtete weiterhin zum Arbeitskreis Export des VDM und rief zu einer regen Beteiligung auf. Hierbei stehe die Unterstützung bei der Markterschließung von Skandinavien, Russland, China sowie USA bzw. Kanada im Brennpunkt. Besondere Aufmerksamkeit erregte das gemeinsam von VDM und DGM entwickelte Projekt „Made in Germany“, das Regeln und Zertifikate für die Auszeichnung originär in Deutschland hergestellter Möbel erarbeiten will.

Im Geschäftsbericht von VdDW-Chef Dr. Lucas Heumann stand die Analyse der wirtschaftlichen Situation im Fokus. Obwohl die amtliche Statistik in Bezug auf Wohnmöbel mit gewissen systemischen Unsicherheitsfaktoren behaftet ist – nur 30 Prozent der erfassten Zahlenwerte kommen aus Unternehmen der Wohnmöbelindustrie im engeren Sinn – sei doch insgesamt eine spürbare Konjunkturabkühlung zu vermerken. Was auch von den Auftragseingangsstatistiken des VdDW weitgehend bestätigt werde, so Dr. Heumann weiter. Trotzdem, dies bliebe festzuhalten, sei die artikulierte Stimmung offenbar schlechter als die statistischen Kennwerte.

Unter dem Gesichtspunkt „Statistik“ informierte Dr. Heumann zu der Vielzahl inzwischen verfügbarer und auswertbarer Zahlenreihen, die von der Herforder Verbändegemeinschaft erhoben werden. Die Vorstände berieten daher unter anderem die tiefergehende Analyse erfasster Reklamationszahlen, um punktgenauer und schneller im Interesse des Handels und der Verbraucher reagieren zu können. Hierzu werden in Kürze unter VdDW-Regie Beratungen stattfinden.
Auch Fragen zur DSGVO, der Arbeit des neuen Arbeitskreises Unternehmensjuristen oder der im kommenden Jahr fälligen Neugestaltung zur Entsorgung von Transportverpackungen stießen auf großes Interesse im Vorstand. Einen großen Teil der Sitzung nahmen schließlich juristische Fragestellungen ein, die in ihrer Tragweite immer umfassender zu werden scheinen. Insbesondere AGB-rechtliche Verfahren standen im Mittelpunkt des Meinungsaustauschs.

Nach einer intensiven Diskussion zur kommenden imm cologne schloss die Sitzung mit der einstimmigen Bestätigung des Haushaltabschlusses für 2018 sowie der finanziellen Planung 2019 für den Wohnmöbelverband. Als nächster Termin für die VdDW-Herbstsitzung wurde der 6. November festgelegt.

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