Baumatic
Neue Adresse, neue Produktion, neue Strategie
Umfassende Veränderungen gibt es beim Vertrieb der englischen Gerätemarke Baumatic. Bereits im Juni hatte sich die deutsche Vertriebsgesellschaft im Zuge einer strategischen Neuorientierung von Geschäftsführer Jörg Bunde getrennt und wird
Umfassende Veränderungen gibt es beim Vertrieb der englischen Gerätemarke Baumatic. Bereits im Juni hatte sich die deutsche Vertriebsgesellschaft im Zuge einer strategischen Neuorientierung von Geschäftsführer Jörg Bunde getrennt und wird seither vom Headquarter in Berkshire (UK) direkt gemanagt. Die Vertriebsausrichtung werde sich nunmehr auf günstigere Preislagen und vorzugsweise auf das Mengengeschäft fokussieren, so gab CFO Michael Christofi gegenüber "möbel kultur" an. Denn mit dem eingeschlagenen Weg im Premiumsegment treffe man auf zu starke Konkurrenz mit den etablierten Marken wie Siemens und Miele. Gleichzeitig ist eine Ausweitung der Kanäle vorgesehen: Neben Partnern in der Küchenmöbelindustrie (Flexwell) sowie Möbel- und Küchenhändlern werden diese künftig auch Elektrofachmärkte umfassen.
Erst im letzten Monat hat Baumatic auch seinen Sitz in Deutschland von Herford nach Bünde verlagert, um sich zu vergrößern. Zudem wurde eine Zusammenarbeit mit dem größten niederländischen Logistik-Dienstleister Vonk in Tiel gestartet, wo sich nun Zentrallager und Kundendienst befinden. Erst kürzlich wurde hier der bisherige Verkaufs- und Schulungsleiter Herbert Petto zum Vertriebschef befördert.
Daneben baut das Unternehmen derzeit seine Produktion von Backöfen und Kochfeldern in China aus, um die Kostenvorteile verstärkt zu nutzen. Der Kern der Geräteproduktion soll jedoch weiter in Europa (Italien) bleiben. "Mit diesem Erwerb können wir die Fertigungsindustrie für Haushaltsgeräte aufmischen, weil wir die außergewöhnliche europäische Qualität serienmäßig auf allen Märkten, aber zu einem viel günstigeren Preis anbieten", erklärt Enzo Balestrazzi, Geschäfstführer der Baumatic-Gruppe und betont zugleich: "Europa dürfte weiterhin unser wichtigster Fertigungsstandort bleiben, aber das bedeutet nicht, dass wir nicht weiterhin die Grenzen des Machbaren ausloten und die Messlatte für den chinesischen Produktionsprozess höher hängen sollten."

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