Möbel Schwaab

Neuausrichtung führt zu Standortschließung

Möbel Schwaab in Ingelheim will sich am Standort strategisch neu ausrichten. So plant das Einrichtungspartnerring-Mitglied, seine Präsenz am Nahering auszubauen und dafür den Stammsitz an der Bahnhofstraße in zwei Jahren

Möbel Schwaab in Ingelheim will sich am Standort strategisch neu ausrichten. So plant das Einrichtungspartnerring-Mitglied, seine Präsenz am Nahering auszubauen und dafür den Stammsitz an der Bahnhofstraße in zwei Jahren dicht zu machen. "Dort soll dann Wohnbebauung hinkommen", erklärte Geschäftsführer Birger Schwaab gegenüber dem "Wiesbadener Tageblatt". Vermutungen, dass die Neuausrichtung mit den Vorhaben, ein großes Möbelhaus am Autobahndreieck Nahetal im benachbarten Bingen anzusiedeln, zu tun haben, wies er zurück. Die Unternehmensstrategie sei schon lange vor Bekanntwerden dieser Pläne festgelegt worden. "Klar ist das schon auch eine Bedrohung. Wir haben bereits auch den Wettbewerb mit Möbel-Martin in Mainz gespürt."
"Möbel in einer Innenstadt zu führen wird immer schwieriger", erklärt Schwaab die Gründe für die Neuausrichtung. Im Haus an der Autobahnausfahrt könne mit einer höheren Kundenfrequenz gerechnet werden. Deshalb entscheid sich das Unternehmen, den Standort zu stärken und baulich zu erweitern.
Gleichzeitig betrachtet Schwaab das Möbelhaus-Vorhaben in Bingen auch mit Sicht auf den regionalen Einzelhandel mit Sorge. Nicht nur Umsätze, auch Jobs könnten dadurch wegfallen. "Und wenn Arbeitsplätze im Mittelstand verloren gehen, werden die von den Großen nicht alle mehr neu geschaffen", betont der Möbelhaus-Chef.
Bingen will ein großes Möbelhaus und plant, die Genehmigung für einen 40.000er zu erteilen. Fünf Unternehmen hätten bereits Interesse signalisiert, darunter auch Höffner, schreibt das Blatt. Aktuell laufen noch die Vorplanungen. Sie sollen frühestens in der zweiten Jahreshälfte 2014 abgeschlossen werden.