Die Heimtextil feierte ein „goldenes“ Jubiläum: Das war unübersehbar und weithin hörbar, wann immer ein vorbeikommender Besucher der subtilen Aufforderung nachkam und die „0“ anschlug, also permanent.

Nachhaltigkeit ist ein Gebot der Stunde: Detlef Braun, Geschäftsführer der Messe Frankfurt (2.v.r.), ist stolz, dass die Messe Partner der UN ist, die die Welt in 17 Problemfeldern verbessern möchte. Die UN-Initiative stellte Lucie Brigham (Chief of Office United Nations Office for Partnerships (l.) vor.

Trend Akustikstoffe: Wer die mit Akustikstoffen von Gebr. Munzert ausgestattete Bürokabine betrat, spürte die Wirkung. Den komplett mit Stoff verkleideten Arbeitsplatz hatte das Büro von Werner Aisslinger für die Trevira CS-Trendshow kreiert.

Trend Dschungel: Filigraner und facettenreicher gab es das Grün nie zu erleben und natürlich spielen Blattmotive auch bei der zweiten Kollektion von Barbara Schöneberger für Rasch eine Hauptrolle. „Das Bananenblatt ist in der Mitte Deutschland angekommen“, sagte sie bei der unterhaltsamen Vorstellung mit Geschäftsführer Dr. Frederic Rasch. Und: "Wir haben intelligentes Grün".

Celebration: Mit einer rauschenden Party in der kompletten Ebene 11.1 feierte die Heimtextil ihre 50. Ausgabe. Mit dabei auch die Aussteller der ersten Stunde.

„Looks“ heißt die neue, konsumige Marke, mit der Wolfgang Joop gemeinsam mit Lizenznehmer Ibena Premiere feierte.

Trend Tiere: Ob 2020 das Jahr des Tigers oder seiner Verwandten wird, ist offen, Kraniche und Papageien liegen gleichauf. Elefanten verschaffte Sanderson 1860 viel Aufmerksamkeit.

Der Trendspace steckte voller kreativer Ideen und galt als einer der Anziehungspunkte auf der Heimtextil.

Im Rahmen des Vortragsforums im Sleep-Bereich stellten auch Hästens und Ikea aus. Beide Unternehmen waren außerdem mit Vorträgen vertreten.

„Just Natural“ lautete das Motto einer neuen Kollektion von Pad aus 100 Prozent handgewebter Baumwolle, die Oeko-Tex 100-zertifiziert ist.

Over the Rainbow: Kooperation mit mutigem Styling von Zoeppritz und Rosenthal.

Wie immer ideenreich in der Präsentaion und bei den Konzepten: Vossen.

Nachhaltiges Verpackungskonzept in neuer Größenstruktur von S bis XL als aufmerksamkeitsstarkes POS-Konzept: Schlafgut.

Trend Samt: Der Hautschmeichler bleibt en vogue, genauso wie eingearbeiteter metallischer Glanz. Und Farbe ist auch zurück. Das zeigt die „Colourful“-Inszenierung des DecoTeams.

Heimtextil

Nachhaltigste Messe mit viel Glamour-Faktor

Ein vielversprechender Auftakt: Vielleicht werden die 20er ja genauso golden, wie die des vergangenen Jahrhunderts in Erinnerung geblieben sind. Auf der Heimtextil, die heute noch läuft, interpretieren viel „reiche“ Stoffe ­– weicher Samt, metallischer Glanz, Flausch und Fransen – das Lebensgefühl. Auch Farbe ist zurück, häufig monochrom mit Strukturen akzentuiert. Doch das wichtigste Thema der 50. Ausgabe war zweifelsohne  Nachhaltigkeit, denn unsere Erde war noch nie „so schlecht in Form“, wie Lucie Brigham (Chief of United Nations Office for Partnerships) auf der Eröffnungspressekonferenz erklärte. Als „Hurricane Season“   bezeichnete Messechef Detlef Braun die Situation, der damit nicht nur die Wetter-Turbulenzen durch den Klimawandel, sondern den Umbruch in der Produktion durch die Digitalisierung und die Verlagerung auf das Onlinegeschäft meinte.

Ein Augenöffner für „gelebte Nachhaltigkeit“ war die Trend Show, die Anne Marie Commandeur vom Stijlinstitut Amsterdam federführend für das Trend Council verantwortete: Großartig die Identitätssuche, die Besucher nicht ratlos zurückließ, sondern echte Inspiration bot, vor allem auch mit der Material Library.

Einen ersten Eindruck von der Heimtextil zeigt die Bilderstrecke. Mehr zur Messe gibt es in der Februar-Ausgabe der „möbel kultur“.

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