Der starke Franken und Rohstoffpreise machen der AFG zu schaffen.

AFG

Nach schlechter Ertragslage kommt alles auf den Prüfstand

Als "enttäuschend" bezeichnet der Schweizer Konzern AFG seine Halbjahresbilanz 2011. Zwar weist diese ein Umsatzplus von 6,4 Prozent aus (bei insgesamt 634,6 Mio. CHF bzw. 572 Mio. Euro), doch lagen die Erträge unter dem Vorjahr. Das EBIT sank dabei von 15,2 Mio. CHF (13,7 Mio. Euro) auf 10,9 CHF (9,8 Mio. Euro) und das Betriebsergebnis erreichte nur noch 1,3 Mio. CHF (1,2 Mio. Euro). Hintergrund seien die ungünstige Währungskonstellation durch den starken Franken sowie die steigenden Rohstoffpreise. Allerdings lasse das schlechte Abschneiden des Konzerns auch "strategische Schwächen sowie strukturelle und organisatorische Mängel" erkennen, sodass der Vorstand unter dem erst seit 1. Juni 2011 amtierenden CEO Daniel Frutig verlangt, alle Konzernbereiche auf den Prüfstand zu stellen.

In der Division Küchen und Kühlen stieg der Umsatz von 113,7 Mio. auf 118,2 Mio. CHF (102,5 gegenüber 106,6 Mio. Euro). Doch lagen sowohl Forster als auch Warendorf Küchen unter den Vorjahreswerten. Bei Forster habe es in der Fertigung der neuen Stahlküche erhebliche technische Probleme gegeben. Währenddessen kämpfe Warendorf weiterhin mit Auslastungsproblemen. Insbesondere Piatti sieht sich am Heimatmarkt Schweiz einer wachsenden ausländischen Konkurrenz ausgesetzt und war bei größeren Objekten auch währungsbedingt zu erheblichen Preiszugeständnissen gezwungen, konnte den Umsatz aber weiter steigern. Doch von einem Turnaround in der Devision sei noch nicht die Rede.

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