BSH

Mykie heißt jetzt „Chefling“

Vor ein paar Jahren machte die BSH mit „Mykie“ als persönlichem Küchenassistenten von sich reden. Dieser wird nach seinem Prototypen-Status jedoch nicht weiterleben, so hieß es bei der jüngsten Bilanzpressekonferenz, weil er "in dieser Form nicht angenommen wird". Jetzt tritt „Chefling“ an diese Stelle. Ebenfalls ein digitaler Küchenassistent auf Basis Künstlicher Intelligenz (KI) – als reine App allerdings weniger personifiziert. Mit dieser Application lassen sich Lebensmittelvorräte verwalten und ergänzen, Rezeptvorschläge einholen (auf das persönliche Budget, die Ernährungsbedürfnisse und Geschmacksvorlieben abgestimmt) – und auch vernetzte Hausgeräte intelligent einbinden. Zugrunde liegt eine Beteiligung des BSH-Konzerns am Start-up Chefling Inc, das im Silicon Valley/USA zu Hause ist.

So wird der Assistent auch nicht in Europa, sondern zuerst in der nordamerikanischen Heimat aktiv. Ziel der Partnerschaft ist, das persönliche Kocherlebnis weiter zu vereinfachen. Gemeinsam werden deshalb beide Unternehmen vollumfängliche und leicht zu bedienende Lösungen für den Einkauf und die Zubereitung von Lebensmitteln entwickeln.

"Mit unserer Hardware+-Strategie wollen wir Konsumenten eine sinnvolle Unterstützung bei der täglichen Nutzung ihrer Geräte ermöglichen. Mit Hilfe künstlicher Intelligenz kann Chefling die Messlatte für personalisierte Dienstleistungen und Unterstützung in der Küche höher legen", so Mario Pieper, Leiter der Digital Business Unit der BSH.

Chefling wird sich zunächst auf die Entwicklung neuer Funktionen und Fähigkeiten für die Küchenassistenten-App sowie auf den Ausbau von Partnerschaften und die Erhöhung der Nutzerzahlen in Nordamerika konzentrieren. Mit den Mitteln aus der BSH-Beteiligung sollen die Produkt-, Marketing- und Technologieentwicklungsteams in den USA und Indien ausgebaut werden.

Mit der Investition in Chefling setzt die BSH ihren Wandel zum „Hardware+“-Unternehmen zur Entwicklung digitaler Serviceangebote fort, um sie in das Home Connect Ökosystem zu integrieren. Im Jahr 2017 gab der Münchner Konzern den Erwerb der Mehrheit an dem Berliner Start-up Kitchen Stories bekannt, das hochwertige Rezepte mit einfachen Schritt-für-Schritt-Anleitungen, Fotos und Videos kombiniert.

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