Lieferprobleme

Mutter und Tochter ziehen ins Möbelhaus

Mit dem Mut der Verzweiflung: Wie die englische Tageszeitung "The Daily Mirror" am Samstag berichtete, ist eine Mutter mit ihrer dreijährigen Tochter aus Protest gegen eine ausgebliebene Lieferung in ein

Mit dem Mut der Verzweiflung: Wie die englische Tageszeitung "The Daily Mirror" am Samstag berichtete, ist eine Mutter mit ihrer dreijährigen Tochter aus Protest gegen eine ausgebliebene Lieferung in ein Möbelgeschäft gezogen. Die Szene spielte sich in einem Einrichtungshaus der Kette "MFI", einem der größten britischen Handelsunternehmen, in Cambridge ab. Bereits im Juli hatte die Mutter eine Lieferung in Auftrag gegeben; die georderten Schlafzimmermöbel sind bis heute aber nur unvollständig bei der 30-Jährigen angekommen.
"Ich lebe nicht zu Hause, sondern in einem ‚MFI'-Warenlager", beschrieb die Mutter die angespannte häusliche Wohnsituation.
Demnach hatte die Frau nach eigenen Angaben seit Monaten auf dem Fußboden übernachten müssen. Mehrere Beschwerden waren ohne Erfolg geblieben und zudem musste sie vier Urlaubstage in Anspruch nehmen, um auf Teillieferungen zu warten.
So blieb nur der Ausweg eines "Liegestreiks": "Wir wollten sehen, wie die Sachen meiner Tochter in einen Kleiderschrank aussehen und wie es sich anfühlt, wieder in einem Bett zu schlafen", erläuterte die Frau ihr Vorgehen.
Zur Verteidigung sagte das Möbelhaus, dass das Bett bereits seit September vollständig bei der Protestlerin angeliefert worden sei. Zudem wären einige Artikel wegen einer Sortimentsumstellung nicht mehr lieferbar gewesen, man habe ihr aber Ersatz angeboten. Obwohl die Käuferin bisher auf keinen der Lösungsvorschläge eingegangen sei, soll trotzdem an einer Klärung des Problems gearbeitet werden.
Das wäre für einen Möbelkauf aus dem Juli sicher nicht das Schlechteste.