Schieder
Möbelwerke übernehmen Vertrieb
Nachdem die Schieder Möbelwerke in den letzten Wochen auf Waren im Wert von rund 1,3 Mio. Euro sitzen geblieben sind, haben sie sich nun dazu entschlossen, ihre Möbel selbst zu
Nachdem die Schieder Möbelwerke in den letzten Wochen auf Waren im Wert von rund 1,3 Mio. Euro sitzen geblieben sind, haben sie sich nun dazu entschlossen, ihre Möbel selbst zu vertreiben. Denn die Vertriebsgesellschaften sind dazu derzeit nicht in der Lage. "Wegen der gesperrten Konten waren die Vertriebe nicht in der Lage, den Vertrag mit den Möbelwerken einzuhalten und die Ware abzunehmen", so Sylvia Fiebig, Insolvenzverwalterin der Vertriebsgesellschaften. Wie es langfristig mit dem Unternehmen weitergeht, ist nach wie vor offen. Die Insolvenzverwalter planen, Produktion und Vertrieb wieder zusammenzuführen. Gleichzeitig hat die nordrhein-westfälische Landesregierung nach Angaben der "Neuen Westfälischen" angekündigt, "Landesbürgschaften in deutlichem Umfang" zur Verfügung zu stellen. "Das Land wird in jedem vernünftigen Fall einspringen, sofern die EU-Regeln dies zulassen. Eine Sanierung wird nicht daran scheitern", betonte ein Sprecher des NRW-Wirtschaftsministeriums gegenüber der Zeitung. Darüber hinaus hat die HSH Nordbank in Hamburg zugesagt, den Schieder-Mitarbeitern ihre Insolvenzgeldansprüche abzukaufen und dafür einen zinslosen Kredit für Mai und Juni bereit zu stellen. Damit könnten die Löhne bis Juli gezahlt werden.

Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu verfassen.
Sie haben noch kein Konto?
Jetzt registrieren