AMÖ
Möbelspediteure über Einkaufsverbände erbost
Der Ärger der Möbelspediteure über das Warenannahmemanagement beim Möbelhandel spitzt sich zu. Wie der Bundesverband Möbelspedition e.V. AMÖ heute in einer Pressemitteilung erklärte, fordern einige Einkaufsverbände seit 1. September die
Der Ärger der Möbelspediteure über das Warenannahmemanagement beim Möbelhandel spitzt sich zu. Wie der Bundesverband Möbelspedition e.V. AMÖ heute in einer Pressemitteilung erklärte, fordern einige Einkaufsverbände seit 1. September die Zwei-Fahrerbesatzung, andernfalls werde man die Annahme der Waren verweigern.
"Mit der jüngsten Ankündigung, die einer ungerechtfertigten Androhung gleichkommt, wälzen die betreffenden Einkaufsverbände aufgrund ihrer Marktmacht…nicht nur ihre mangelnde Fähigkeit oder Bereitschaft, die Warenannahme zu organisieren, auf das schwächste Glied der logistischen Kette ab", so der Verband. Und weiter: "In der Lagerlogistik des Möbelhandels werden Stellen abgebaut, während die verbleibenden Entladetätigkeiten den Möbelspediteuren aufgebürdet werden."
Seit Jahren klagen die Spediteure über lange Wartezeiten an den Rampen und ein logistisches Missmanagement der Händler. Eine sinnvolle und effiziente Tourenplanung sei – trotz zusätzlicher Service-Angebote der Fuhrunternehmen beispielsweise im Internet – nicht mehr möglich, so der Verband.
AMÖ hat mit einem Protestschreiben an die Einkaufsverbände reagiert und angekündigt, dessen Vorgehen nicht zu akzeptieren. Gegebenenfalls will AMÖ vom Kartellamt prüfen lassen, ob die Einkaufsverbände "noch dem Ziel des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen gerecht werden".

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