VDM

Möbelindustrie überflügelt den Handel - Sechs Prozent Umsatzplus 2011

Nachdem der BVDM ein dreiprozentiges Umsatzplus für 2011 verkündet hat, packt die Industrie nochmals drei Prozent drauf. Ende 2011 standen für die deutschen Hersteller demnach sechs Prozent plus in den Büchern. Positive Impulse kamen vor allem aus dem Exportgeschäft, das im Jahresverlauf um 11,1 Prozent zulegen konnte (Inland: +5,7 %). Mit Blick auf die Segmente stechen insbesondere die von den Investitionen getriebenen Büromöbel mit einem Wachstum von 18 Prozent hervor. Wohn- und Küchenmöbel liegen um 6,2 bzw. 6,0 Prozent im Plus. Matratzen können ihre Umsätze um 3,3 Prozent steigern, während Polstermöbel statistisch um 3,1 Prozent im Minus, realistisch jedoch eher auf Vorjahresniveau liegen.

Doch nach dem Jahresstart blickt der VDM jetzt "verhalten zuversichtlich auf das gerade begonnene Jahr 2012 und erwartet ein nominales Umsatzwachstum von gut zwei Prozent." Das teilte Dirk-Uwe Klaas, Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Deutschen Möbelindustrie, anlässlich der Pressekonferenz zur imm cologne 2012 heute in Köln mit.

Klaas fasste die Positivindikatoren für 2012 wie folgt zusammen: "Wir setzen hierbei auf einen soliden Inlandsabsatz, der getragen wird von weiterhin dynamischen Wohnungsbauinvestitionen und einem insgesamt ansteigenden privaten Konsum aufgrund von niedriger Arbeitslosigkeit, steigenden Realeinkommen und mangelnden Anlagealternativen."

Im Vergleich zum Vorjahr wird das Auslandsgeschäft dagegen nachgeben, glaubt der VDM. Dennoch "wird die deutsche Möbelindustrie Ende des Jahres 2012 wieder ihr Umsatzniveau vor der letzten Krise Ende 2008 in Höhe von 17,2 Milliarden Euro erreicht haben", ist sich Klaas sicher.

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