Möbelindustrie setzt auf Außenhandel
In einem insgesamt schwierigen Umfeld konnte die deutsche Möbelindustrie wenigstens im Außenhandel punkte gutmachen. Wie der VDM mitteilt, konnte die Branche im zurückliegenden Jahr 2003 ihre Exportquote (Anteil Ausfuhr am
In einem insgesamt schwierigen Umfeld konnte die deutsche Möbelindustrie wenigstens im Außenhandel punkte gutmachen. Wie der VDM mitteilt, konnte die Branche im zurückliegenden Jahr 2003 ihre Exportquote (Anteil Ausfuhr am Gesamtumsatz) auf 24,8 Prozent steigern. "Damit tragen die Bemühungen unserer Hersteller zur Erschließung neuer Märkte deutliche Früchte", bemerkt Dirk-Uwe Klaas, VDM-Hauptgeschäftsführer, dazu.
Der Verband beruft sich dabei auf die gerade veröffentlichten vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes für den Möbelaußenhandel im Jahr 2003. Danach liegt der Exportwert für Möbel aus Deutschland mit 4,92 Mrd. Euro um 5,8 Prozent niedriger als im Jahr zuvor. Erfahrungsgemäß werden diese Zahlen nach oben korrigiert, weil im europäischen Binnenhandel Exporte nicht mehr an den Grenzen erfasst sondern vielfach erst nachträglich gemeldet werden. Die "möbel kultur" und MZD-online errechnen deshalb realistische Werte auf der Basis der Veränderungsraten der vorläufigen Daten für 2003 mit den ehemals vorläufigen 2002er Ergebnissen. Daraus ergeben sich für den Möbelexport 2003 ein Wert von 5,17 Mrd. Euro (ein Minus von 1,1 Prozent gegen 2002) und Importe in Höhe von 7,01 Mrd. Euro (eine Zunahme von 2,5 Prozent).
Spitzenreiter im Außenhandel sind übrigens Polstermöbel. Sie machen nach Angaben des VDM 39 Prozent der Exporte aus, führen aber auch die Importliste an: Über 50 Prozent der eingeführten Möbel sind Sitzmöbel.
(Mehr dazu in der "möbel kultur"-April-Ausgabe.)

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