Im Badgeschäft wird der deutsche Möbelhandel künftig zulegen.

Marktstudien

Möbelhandel gewinnt Anteile im Badgeschäft

Der schnell wachsende Distanzhandel sorgt für mehr Preistransparenz in der Bad- und Sanitärwelt und setzt damit traditionelle Absatzmärkte unter Druck. Das zeigen die Ergebnisse der Marktstudie „Badmöbel, Spiegelschränke und Lichtspiegel bis 2025 in Zentraleuropa“, die die Unternehmensberatung Titze dieses Jahr zum zweiten Mal veröffentlicht hat. Demnach entstehen neue Exportchancen im Einzelhandel und vor allem das Objektgeschäft zeigt gute Perspektiven für Badmöbelhersteller.

Insgesamt teilen sich rund 350 Hersteller das Umsatzvolumen für Badmöbel, Spiegelschränke und Lichtspiegel in Zentraleuropa. Betrachtet werden die Märkte in Deutschland, Österreich, der Schweiz, den Niederlanden, Belgien, Luxemburg, Großbritannien, Frankreich und Italien. Während das deutschsprachige Absatzgebiet auf hohem Niveau stagniert, verliert der flächenmäßig größte Absatzmarkt Frankreich an Bedeutung. Positive Entwicklungen sind lediglich in Großbritannien und den Niederlanden festzustellen. Dasselbe gilt für das reine Geschäft mit Badmöbeln, die auch in Italien für immer weniger Umsatz sorgen. Spiegelschränke und Lichtspiegel sind deutlich stärker gefragt und wecken das Verbraucherinteresse an der Badezimmereinrichtung.

Laut Prognose wird die Distribution von Badmöbeln bis 2025 je nach Vertriebsweg sehr unterschiedlich verlaufen. Während der Distanzhandel und das Objektgeschäft in Zentraleuropa erheblich zulegen, kann der Bad- und Sanitärhandel nur in der Schweiz Gewinne einstreichen. In allen anderen Ländern gehen die Marktanteile zurück. In Deutschland, Österreich und Luxemburg werden vor allem der Möbel- und Küchenhandel im Badgeschäft kräftig hinzugewinnen.

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