Der Möbelhandel konnte 2020 stark zulegen.

BBE-Möbel-Index

Möbelhandel erzielt 2020 ein Plus von fast 8 Prozent

Die Aufholjagd nach dem Lockdown im Frühjahr 2020 war enorm, die Stimmung bis zum Jahresende fast euphorisch. Der BBE-Möbel-Index hat für den Möbelhandel für das gesamte Jahr 2020 jetzt ein Plus von 7,9 Prozent ergeben. Küchen haben demnach mit + 9,1 Prozent noch besser abgeschnitten. Und auch die Discounter, die in den letzten zwölf Monaten im Vergleich zu den anderen Betriebstypen nicht so gut performen konnten, kamen immerhin noch auf einen Zuwachs von 2,3 Prozent.

„Trotz des lockdownbedingten Ausfalls der umsatzstarken Zeit zwischen den Jahren und den Einschränkungen für den Verkauf von Geschenk- und weihnachtlichen Artikeln war der Jahresendspurt im Möbelhandel stark“, sagt Sebastian Deppe, Mitglied der Geschäftsführung bei der BBE Handelsberatung München. „Insbesondere Ende November und bis Weihnachten konnten  im direkten Vorjahresvergleich hohe Umsatzzuwächse realisiert werden.“ Er geht davon aus, dass viele Kunden und Händler noch vor dem Lockdown angebahnte Geschäfte abschließen wollten.

„Insgesamt war das Jahr also ein gutes Möbeljahr, wenngleich die Spreizung zwischen sehr guten Betrieben – vor allem auch im höherwertigen Bereich –, die ein deutlich zweistelliges Umsatzwachstum realisieren konnten und eher schwachen Betrieben – oft im etwas preisorientierteren Bereich mit starken Frequenzlagen – hoch war“, so das Fazit des Branchenexperten.

Und die Stimmung bleibt optimistisch. Viele Möbelhändler hätten sich auf den erneuten Lockdown sogar gefreut, damit endlich wieder etwas Ruhe ins Geschäft kommt und Auftragseingänge abgearbeitet werden könnten. Das erste Quartal 2021 sieht auf jeden Fall gut aus. Doch Sebastian Deppe warnt auch. Denn falls der harte Lockdown, der aktuell bis Ende Januar dauern soll, weiter verlängert wird, werde die Liquidität im Möbelhandel ein Problem.

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