VDM

Möbelexporte erstmals höher als -importe

Zum ersten Mal seit Jahrzehnten gab es im September kein Außenhandelsdefizit, denn die deutschen Möbelexporte waren höher als die -importe in die Bundesrepublik. Insgesamt wurden Möbel im Wert von 680

Zum ersten Mal seit Jahrzehnten gab es im September kein Außenhandelsdefizit, denn die deutschen Möbelexporte waren höher als die -importe in die Bundesrepublik. Insgesamt wurden Möbel im Wert von 680 Mio. Euro ausgeführt und im Wert von 655 Mio. Euro eingeführt. In den ersten drei Quartalen 2008 betrug die Exportquote der Möbelindustrie 27,4 Prozent.
Zum 1. Januar stellt der VDM die Berechnungsbasis der Exportquote um. Diese kann auf zwei Wegen dargestellt werden: Die "Exportquote der Branche" setzt den gesamten Möbel-Außenhandel in Bezug zum Umsatz der Möbelindustrie – unabhängig davon, ob der Versender ein Industrie- oder ein Handelsunternehmen ist. Die "Exportquote der Industrie" setzt dagegen die im Ausland getätigten Umsätze der Möbelindustrie ins Verhältnis zu ihren Gesamtumsätzen. Es sind also nur die Lieferungen ins Ausland enthalten, die von Industrieunternehmen direkt getätigt werden. Zwischenhändler und reine Exporteure bleiben unberücksichtigt. Beide Quoten haben sich im Laufe der Zeit stark erhöht, wobei die Entwicklung aber nicht völlig parallel verläuft. Der VDM wird nun zukünftig ausschließlich die "Exportquote der Industrie" veröffentlichen. Zum einen, weil der Verband die Leistungsfähigkeit der heimischen Industrie darstellen will und zum anderen, weil der Anteil der Handelsware immer größer geworden ist.