BVDM

Möbel- und Küchenfachhandel generiert 30 Mrd. Euro Umsatz

Trotz eines schwierigen wirtschaftlichen Umfeldes konnte sich der deutsche Möbel- und Küchenfachhandel 2008 gut behaupten. BVDM-Hauptgeschäftsführer Thomas Grothkopp (Foto) gab anlässlich der heutigen "imm cologne"-Pressekonferenz aktuelle Zahlen bekannt. Demnach lag

Trotz eines schwierigen wirtschaftlichen Umfeldes konnte sich der deutsche Möbel- und Küchenfachhandel 2008 gut behaupten. BVDM-Hauptgeschäftsführer Thomas Grothkopp (Foto) gab anlässlich der heutigen "imm cologne"-Pressekonferenz aktuelle Zahlen bekannt. Demnach lag der Umsatz in den ersten drei Quartalen auf Vorjahresniveau. Insgesamt werden bis Jahresende rund 30 Mrd. Euro Umsatz getätigt sein. Zusammen mit den weiteren Warengruppen Teppiche, Produkte für Tisch und Küche sowie Leuchten sind es sogar mehr als 36 Mrd. Euro. Dabei stagniert der Umsatz nominal seit Jahren.
Das Jahr 2008 begann laut Thomas Grothkopp im Januar mit einem Zuwachs von 9,3 Prozent, die Folgemonate waren ebenfalls gut, hatten ihre Ursache aber auch im "Basiseffekt". Denn Anfang 2007 war davon geprägt, dass schon 2006 Käufe wegen der drastischen Mehrwertsteuererhöhung vorgezogen wurden. Ab Mai 2008 gingen die Umsätze gegenüber dem Vorjahr zurück, sodass Ende September 2008 von den guten Vorgaben der ersten drei Monate nur ein Prozent Wachstum übrig geblieben sind.[page_break]Eine Prognose für 2009 gab Thomas Grothkopp nicht ab. Bisher sei zwar von einer Konsumverweigerung nichts zu spüren. Dennoch blickt die Branche nicht sehr optimistisch ins neue Jahr. Es herrscht Unklarheit darüber, in welcher Form der Handel die Abschwächung der Konjunktur zu spüren bekommt. Hoffnung setzt der BVDM-Hauptgeschäftsführer auf die Rückbesinnung der Verbraucher auf das eigene Zuhause.
Gleichzeitig schreitet die Konzentration im Handel weiter voran. Trotzdem haben auch die Mittelständler "dank leistungsstarker Einkaufsverbände, deren Händler über 60 Prozent der Branchenumsätze generieren, eine Chance im Wettbewerb", so Grothkopp. Versandhandel und Internetkäufe spielen bei Möbeln weiterhin eine untergeordnete Rolle.
Der BVDM vertritt die Interessen von 9.600 Unternehmen (-2% gegenüber 2007). Der Handel zählt 102.700 Beschäftigte (-1%). Der 2006 initiierte Berufsausbildung der Fachkraft für Möbel-, Küchen- und Umzugsservice wird gut angenommen. Im Startjahr wurden bereits 460 Ausbildungsverträge geschlossen, 2007 waren es 690.
Als erfreulich wertete Thomas Grothkopp während der Pressekonferenz den Rückgang von preisaggressiver Werbung: "Die Händler haben erkannt, dass Rabatte auf Kunden immer weniger anziehend sind und diese wieder mehr Wert auf Beratung und Service legen."