Der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. (bevh) führte zum siebten Mal in Folge die Verbraucherbefragung „Interaktiver Handel in Deutschland“ durch. Befragt wurden 40.000 Privatpersonen aus Deutschland.

BEVH

Möbel-Umsätze steigen online um 13,5 Prozent

Im April haben die deutschen Onlinehändler den im März verzeichneten Umsatzrückgang deutlich aufholen können. Insgesamt lag der E-Commerce mit Waren um 17,9 Prozent über dem Vorjahresmonat und erreichte ein Volumen von 6,82 Mrd. Euro inkl. USt (April 2019: 5,78 Mrd. EUR inkl. USt). Der Bereich Möbel, Lampen und Dekoration konnte im Vorjahresvergleich um 13,5 Prozent zulegen und erwirtschaftete digital im April 469 Mio. Euro inkl. USt. Bei den Haus- und Heimtextilien (+ 20,8 %) sowie den Haushaltswaren und -geräte (+ 21,5 %) legten die Erlöse im Vorjahresvergleich sogar noch deutlicher zu. Das zeigt eine Sonderauswertung des Bundesverbands E-Commerce und Versandhandel e.V. (BEVH) auf Grundlage der übers ganze Jahr erhobenen Verbraucherbefragung „Interaktiver Handel in Deutschland“.

Allerdings konnten noch nicht alle Sortimente das im März verzeichnete Minus kompensieren. Kumuliert man die Monate März und April, so liegt beispielsweise der Umsatz im Segment „Bekleidung“ mit 1,75 Mrd. EUR inkl. USt Umsatz noch um 8,8 Prozent unter dem Vorjahreszeitraum (2019: 1,92 Mrd. EUR inkl. USt).

Dass insgesamt durch den April der schwache März mit einem kumulierten Plus von 2,3 Prozent überkompensiert wurde, liegt insbesondere am starken Wachstum der Kategorien Lebensmittel (+101 %), Medikamente (+87,3 %), Drogeriewaren (+55,1 %) und Tierbedarf (+20,2 %). Gerade diese Sortimente waren allerdings in der Lockdown-Phase kontinuierlich auch im stationären Handel zu erhalten.

Der Bereich Möbel, Lampen und Dekoration verlor 4,4 Prozent (von 731 Mio. Euro inkl. USt auf 699 Mio. Euro inkl. USt), während Haus- und Heimtextilien sowie Haushaltswaren und -geräte jeweils um fünf (2020: 179 Mio. Euro inkl. USt) sowie um 10,1 Prozent (2020: 709 Mio. Euro inkl. USt) zulegten. Von Januar bis April 2020 gewann der Möbel-Commerce dagegen fünf Prozent im Vorjahresvergleich dazu erzielte einen Gesamtumsatz von 1,659 Mrd. Euro inkl. USt. Mit Haus- und Heimtextilien ließ sich ein Plus von 7,6 Prozent (Jan. – Apr. 2020: 431 Mio. Euro inkl. USt) erwirtschaften und Haushaltswaren bzw. -geräte sorgten für ein Umsatzplus von Januar bis April 2020 im Vorjahresvergleich um 8,6 Prozent (1,536 Mrd. Euro inkl. USt).

Trotz der Corona-bedingten Delle im März erzielte der E-Commerce insgesamt ein Volumen von 23,3 Mrd. Euro inkl. USt und der Branchenumsatz damit inzwischen 5,8 Prozent über dem Vorjahreswert. Allein im März hatte das Online-Geschäft 18,1 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert verloren. In beiden Jahren lag Ostern mitten im April, so dass keine kalenderbedingte Sondereffekte auftraten.

„Der Weg in die neue Normalität ist noch weit und die Pandemie noch längst nicht überwunden“, so BEVH-Präsident Gero Furchheim. „Wichtig ist jetzt, die vielen ermutigenden Initiativen voranzutreiben, die das lokale Angebot digital erlebbar machen und die Kunden mit den Händlern nachhaltig verbinden. E-Commerce ist auch für primär stationär tätige Händler mehr als ein Rettungsanker in der Corona-Pandemie. E-Commerce ist unverzichtbarer Baustein für jedes zeitgemäße Handelskonzept.“

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