Konsumbarometer 2010

Möbel stehen hoch im Kurs

Die Konsumstimmung der Europäer hellt sich wieder auf. Das ist das Ergebnis einer Studie der Dresdner-Cetelem Kreditbank, für die sie 7.900 Menschen befragte. Allerdings wirft die Krise noch ihre Schatten,

Die Konsumstimmung der Europäer hellt sich wieder auf. Das ist das Ergebnis einer Studie der Dresdner-Cetelem Kreditbank, für die sie 7.900 Menschen befragte.
Allerdings wirft die Krise noch ihre Schatten, denn in finanziellen Angelegenheiten lassen die Europäer Vorsicht walten. Mehr als jeder dritte Befragte will in diesem Jahr seine Ersparnisse erhöhen. Damit liegt dieser Wert auf dem höchsten Stand seit 2005.
Dennoch soll nicht jeder Cent gehortet werden – ob für Freizeit, das eigene Zuhause oder Sport, die Kaufabsichten für die nächsten Monate liegen deutlich über denen der letzten beiden Jahre. Auch 2010 belegen "Freizeit und Reisen" bei den Europäern wieder Platz eins der Konsumpräferenzen. Doch schon auf dem zweiten Platz folgen Ausgaben rund ums Haus. Ebenso stehen Haushaltsgeräte, Möbel oder High-Tech-Produkte auf der Konsumliste europaweit ganz oben. Das gilt auch für deutsche Konsumenten.
Das wird sowohl die Möbelindustrie als auch den -handel freuen, denn europaweit hatte die Branche mit einem drastischen Rückgang des Marktvolumens von sieben Prozent zu kämpfen. Mit Einbußen von rund 40 Prozent war der Einbruch in Spanien und der Slowakei besonders spürbar. Demgegenüber sind Frankreich, Tschechien und vor allem Deutschland verhältnismäßig unbeschadet davon gekommen. Hierzulande gab es noch ein moderates Minus von 2,3 Prozent bei einem Gesamtvolumen von 29,7 Milliarden Euro.
Insgesamt hat ein durchschnittlicher deutscher Haushalt 741 Euro in die Einrichtung des Eigenheims investiert (Zum Vergleich: Italien 642 Euro, Frankreich 332 Euro). Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einer Steigerung um rund 60 Euro pro Haushalt. Auch im laufenden Jahr steht die Inneneinrichtung bei den Deutschen hoch im Kurs. Bei den Kaufabsichten stehen sie mit 44 Prozent – gemeinsam mit Portugal – ganz vorne.