Kurt Krieger in Neuss

Möbel-Multi muss weniger zahlen

Im Verfahren um die Ansiedlung eines Möbelhauses in Neuss ist Investor Kurt Krieger jetzt mit seiner Forderung durchgekommen, eine Mio. Euro weniger für den Kauf des Grundstückes zahlen zu müssen, als ursprünglich geplant. Wie die "Neuss Grevenbroicher Zeitung" berichtet, wollen CDU und FDP den entsprechend geänderten Kaufvertrag für das Grundstück in Hammfeld morgen bestätigen. Ebenfalls geändert werden soll demnach, dass die 30 Mio. Euro nicht mehr sofort gezahlt werden müssen, sondern erst dann, wenn der Bebauungsplan für das Neubauprojekt vorliegt und rechtskräftig ist.

Begründet wird die Abweichung vom Eckpunktepapier damit, dass der Vertrag sehr umfangreich sei und weitere Punkte auftauchten, die zusätzliche Kosten verursachen. So zum Beispiel die Abfindung eines Reitstallbesitzers, der noch auf dem Grundstück ansässig ist und dieses vor Ablauf des Mietvertrages verlassen soll, die Anschüttung des Baugrundes um zwei Meter sowie die Verlegung eines Hochspannungs-Erdkabels. Die Kosten dafür werde Krieger übernehmen.

Im Zusammenhang mit dem Bau des neuen Möbelhauses steht auch die Neufassung der "Neusser Liste" auf dem Programm der Kommunalpolitiker, die den Umfang zentrumsrelevanter Sortimente auf der grünen Wiese regelt. Laut dem Blatt werde die neue Liste vom Kaufvertrag bestimmt. So dürfe Krieger auf 4.500 qm VK-Fläche Fachsortimente und auf weiteren 3.100 qm weitere Produkte wie Leuchten und Teppiche anbieten.

Nachdem Krieger Abstand von seinen Plänen genommen hatte, sich in Düsseldorf anzusiedeln, erhielt er im Bieterverfahren in Neuss den Zuschlag für das 80.000 qm große Grundstück gegenüber des Rheinpark-Centers für ein Höffner-Haus sowie für den 100.000 qm großen Gewerbepark "Hammfeld II", den er weiter entwickeln will.

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