Bevh

Möbel erstmals auf Platz drei

Die Online- und Versandhandelsbranche wächst erneut zweistellig. So die aktuellen Zahlen für das dritte Quartal 2016, die der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland (bevh) veröffentlicht hat. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum

Die Online- und Versandhandelsbranche wächst erneut zweistellig. So die aktuellen Zahlen für das dritte Quartal 2016, die der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland (bevh) veröffentlicht hat. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum legte das Business um insgesamt 10,7 Prozent zu. Damit sei die Branchenprognose für das laufende Jahr zum aktuellen Zeitpunkt bereits übertroffen. Bemerkenswert an der Entwicklung ist, dass der Handel mit Möbeln, Lampen und Dekorationen mit einem Plus von 33,1 Prozent(!) am stärksten von diesem Wachstum profitiert hat. Diese Produkte landen in den Top 5 der Warengruppen des interaktiven Handels erstmals mit einem Umsatz von 960 Mio. Euro auf dem dritten Platz und verdrängen damit Schuhe (923 Mio. Euro, +5,1 Prozent) auf den vierten Rang. Auf Platz eins liegt Bekleidung mit 3,1 Mrd. Euro (+ 4,2 Prozent), auf Rang 2 folgen Elektroartikel und Telekommunikation (2,1 Mrd. Euro, +11,2 Prozent). An fünfter Stelle platzieren sich Haushaltswaren und -geräte (905 Mio. Euro, +27,1 Prozent).

„Auch das dritte Quartal zeigt, dass die Entwicklung im E-Commerce wieder rasanter verläuft, als viele Experten vorausgesagt haben. Vor allem die großvolumigen Warengruppen gehen jetzt in ein beschleunigtes Wachstum über und beflügeln dabei erneut die Online-Pure-Player”, so Gerrit Heinemann, Professor für BWL und Handel sowie Leiter des eWeb Research Center der Hochschule Niederrhein. Der stationäre Handel solle dieses als Warnsignal sehen, um sich nicht erneut die Butter vom Brot nehmen zu lassen.

Die interaktive Branche wird nach wie vor dominiert von den Online-Marktplätzen. Mit Plus 6,7 Prozent steigerten diese Händler den Gesamtumsatz auf 6,4 Mrd. Euro (3. Quartal 2015: 6 Mrd. Euro). Die Multichannel-Versender verzeichneten einen Gesamtumsatz von 4,7 Mrd. Euro (+11,3 Prozent). Stärkstes Wachstum erzielten die Internet-Pure-Player mit einem Plus von 24,2 Prozent auf zwei Mrd. Euro.