2019 feiern die Weishäupl Werkstätten aus dem bayerischen Stephanskirchen 50. Geburtstag.

Gewährten einen sehr persönlichen Einblick in ihr Familienunternehmen: Stefanie Weishäupl-Ehrl, Oskar F. Weishäupl sowie Philipp Weishäupl (v.l.).

In der Werkstatt werden die Weishäupl-Schirme nicht nur neu gefertigt, sondern auf Wunsch auch gereinigt und repariert. Diese Nachhaltigkeit wird von den Kunden sehr geschätzt.

Die Weishäupl-Neuheiten - hier die Linie "Flow" - waren liebevoll auf dem benachbarten Arial „Landlmühle“ arrangiert.

Weishäupl

Mit Schirm und Charme ins Jubiläumsjahr

50 Jahre Weishäupl Werkstätten: Anlässlich des Starts ins Jubiläumsjahr der Manufaktur für Sonnenschirme und Gartenmöbel war die "möbel kultur" am vergangenen Donnerstag zu Gast in Stephanskirchen im bayerischen Chiemgau. Und das – passend für das Thema Outdoor - bei schönstem Sonnenschein an einem der ersten echten Frühlingstage. Stefanie Weishäupl-Ehrl, Oskar F. Weishäupl sowie Philipp Weishäupl gaben persönliche Einblicke in die Werkstätten sowie die Historie des Familienunternehmens und präsentierten die Produkt-Neuheiten auf dem Arial „Landlmühle“.

1969 startete Oskar F. Weishäupl mit einer kleinen Möbelmanufaktur in Stephanskirchen. Outdoor-Möbel gab es zu dieser Zeit nicht wirklich. Seine Sonnenschirme sind allseits bekannt und werden bis heute liebevoll von Hand vollendet – sowie auf Wunsch auch nach Jahren noch repariert. Begleiter der ersten Stunde war Weishäupls Studienkollege Bob Arnold. Durch ihn bekam er die Möglichkeit, im ARRI-Zweitwerk Stephanskirchen wichtige maschinelle Geräte nutzen zu können.

Weishäupl steht von Beginn an für Qualität, Ehrlichkeit und Innovation. Und das ist bis heute so geblieben. Obwohl das Unternehmen nie aufgehört hat, nach vorne zu blicken und auch zeitgemäße Materialien zu verarbeiten, ist es dem Naturmaterial Holz und seiner einzigartigen Ästhetik immer treu geblieben. "Vor fünfzig Jahren haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, Möbel, Schirme und Accessoires herzustellen, die nicht nur gut aussehen, sondern die Jahre überdauern. Dass eine Bank aus unserer Manufaktur als Erbstück weitergegeben wird und Generationen überdauert ist ganz in unserem Sinne. Perfektion erwächst nun mal aus Leidenschaft und die haben wir uns immer bewahrt“, erklärt Oskar Friedrich Weishäupl. „Ich habe ja schon vor vierzig Jahren das ‚Leben draußen‘ propagiert. Meine Philosophie war immer: geht raus, lebt dort und tragt nicht nur die Kaffeetassen hinaus. Die logische Konsequenz auf den Schirm waren also die passenden Möbel, die man bei Wind und Wetter einfach stehen lässt.“

Der Firmengründer hat zwar längst das Ruder an seine beiden Kinder abgegeben und sich vom Tagesgeschäft zurückgezogen, ist aber weiterhin täglich im Unternehmen. Der Generationswechsel hat hier behutsam und ohne Eile stattgefunden. 2010 haben Stefanie Weishäupl-Ehrl und ihr Bruder Philipp Weishäupl die Firmenanteile von Bob Arnold übernommen. Zusammen mit ihrem Vater sind sie seitdem gleichberechtigte Gesellschafter und Geschäftsführer der Manufaktur, die rund 60 Mitarbeiter beschäftigt. Somit ist Weishäupl nun in alleiniger Familienhand.

„Wir arbeiten immer noch holzlastig, weil wir diesen Werkstoff mögen. Holz hat etwas Weiches, etwas Warmes, man kann es selbst bearbeiten. Trotzdem sind wir neuen Werkstoffen gegenüber aufgeschlossen, was man ja gut an der Kollektion sehen kann“, erläutert Stefanie Weishäupl-Ehrl. „Für mich ist wichtig, dass wir immer noch einen Großteil bei uns selbst produzieren und den ganzen Betriebsablauf in eigenen Händen halten. Wir wollen mit den Möbeln arbeiten. Der Manufakturgedanke ist unser Leitmotiv“, ergänzt ihr Bruder Philipp.

Pünktlich zum 50. Geburtstag legt Weishäupl sein „Classic“-Programm in einer Sonderedition auf - einige der formschönen Gestelle gibt es nur im Jubiläumsjahr 2019 in coolem Graphitgrau.

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