EMV
Mit Rekordgewinn im Fusionsjahr
Um 4,11 Prozent gegenüber dem Vorjahr konnten die zentralregulierten Umsätze bis 31. Dezember 2005 gesteigert werden – und lagen damit in einem wirtschaftlich schwierigen Umfeld deutlich über dem Durchschnitt der
Um 4,11 Prozent gegenüber dem Vorjahr konnten die zentralregulierten Umsätze bis 31. Dezember 2005 gesteigert werden – und lagen damit in einem wirtschaftlich schwierigen Umfeld deutlich über dem Durchschnitt der Möbelbranche (nominal -1,8 Prozent). Diese Ergebnisse des ersten Fusionsjahres gab die Geschäftsführung der Europa Möbel-Verbund GmbH anlässlich der Gesellschafterversammlung am 15. Mai 2006 in Hannover bekannt. Zu dieser erfreulichen Entwicklung trug nicht nur die Umsatzsteigerung aufgrund einer ganzen Reihe von Neuaufnahmen bei, auch die positive Geschäftsentwicklung an vielen Standorten aufgrund konsequenter Umsetzung von EMV-Marketing-Bausteinen bescherte dieses gute Ergebnis.
Außerdem konnten die Geschäftsführer Helmut Ahlsdorf und Felix Doerr den EMV-Gesellschaftern eine Bilanz mit einem Rekordgewinn nach Boni von 12,7 Mio. Euro vor Steuern präsentieren, der die Gesellschafter direkt erreicht. "Dieses Rekordergebnis resultiert aus einer ganzen Reihe unterschiedlichster Synergien, Konditionsverbesserungen und Sondereffekten", erläutert Helmut Ahlsdorf den guten Abschluss.
Die Fusion zum neuen Europa Möbel-Verbund konnte in nur 7 Monaten erfolgreich abgeschlossen werden. In dieser kurzen Zeit wurden bereits unterschiedliche Maßnahmen realisiert:
– Es gibt nur noch eine Verbandszentrale in Fahrenzhausen.
– Die Verwaltung beider Alt-Verbände wurde zusammengelegt.
– Die Organisation ist vereinheitlicht worden.
– Die bestehende Matrixorganisation stärkt die Konzentration im Einkauf und verbessert die Konzept- und Vertriebsleistungen.
– Für alle Gesellschafter und Lieferanten wurde ein einheitliches Konditionssystem geschaffen.
– Um maßgeschneiderte Leistungen zu gewährleisten, wurden sieben neue Vertriebsgruppen (von SB bis Hochwert) gebildet.
Darüber hinaus profitieren die EMV-Gesellschafter inzwischen in ihrer täglichen Arbeit von Verbesserungen im Einkauf, exklusiven Kollektionen und erfolgreichen Vermarktungskonzepten. Felix Doerr: "Nach der Fusion ist der EMV der einzige Full-Service-Verbund im Möbelhandel, der in allen Marktsegmenten, vom Preiseinstieg bis zum Hochwertsegment erfolgreiche und wirtschaftliche Konzepte anbietet."
Auch den Partnern in der Industrie bringen die erweiterten Platzierungsmöglichkeiten und die konsequente Politik der Exklusiv-Kollektionen eine Reihe von Vorteilen. Soweit möglich sollen in Deutschland ansässige Hersteller durch die Produktion der Eigenmodelle unterstützt werden. So wird beispielsweise die neue "akad'or"-Kollektion nahezu komplett von inländischen Betrieben gefertigt.
Anlässlich der Gesellschafterversammlung wurde auch die neue Europa Möbel-Kollektion präsentiert. Attraktive Systemprogramme für Wohnen und Schlafen im Mainstream-Geschmack erfüllen diese starke Handelsmarke mit neuem Leben. Umfangreiche Merchandising-Pakete unterstützen die Vermarktung vor Ort. Helmut Ahlsdorf: "Mit einem gestützten Marken-Bekanntheitsgrad von 37 Prozent und exklusiven Qualitätsmöbeln zu günstigen Preisen wollen wir die Kunden für unsere Kollektion gewinnen und unseren Gesellschaftern umschlags- und renditestarke Exklusivmodelle zur Verfügung stellen." Die Europa Möbel-Kollektion soll mittelfristig zur stärksten Kollektion des EMV ausgebaut werden, die dann von einer bundesweiten Endverbraucher-werbung begleitet werden könnte.
EMV-Gesellschafter, Aufsichtsrat und Geschäftsführung stellten auf der Versammlung in Hannover noch einmal übereinstimmend fest, wie wichtig die erfolgte Fusion zum neuen Europa Möbel-Verbund war. Angesichts der ruinösen Preis- und Rabattschlachten und der rasanten Ver-änderungsgeschwindigkeit in Sortimenten und Vermarktungskonzepten steigen die Anforderungen des Einzelhandels an ihre Verbundgruppenzentralen dramatisch. Nur wer diese, für den Händler existenzielle Unterstützung durch gute Einkaufskonditionen, leistungsstarke Exklusiv-Kollektionen, ideenreiche Vermarktungskonzepte und Innovationen anbieten kann, wird am Markt bestehen können. Dazu brauchen Unternehmen und ihre Mittelstandskooperationen eine Mindestgröße, die der EMV durch die Fusion erreicht hat. Der EMV gehört zur Spitze der größten Verbundgruppen in Deutschland. Er zählt 520 Gesellschafter und 11 Mitgliedsunternehmen mit insgesamt 808 Verkaufsstellen
"Mit der Fusion konnten wir unser Einkaufsvolumen mehr als verdoppeln, erhebliche Synergien nutzen und die Schlagkraft in Richtung Konzepte und Eigenmodelle deutlich erhöhen," erklärt Felix Doerr, "die Stärken beider Verbundgruppen ergänzten sich dabei ideal."
Die Entwicklung der Großflächen im Möbeleinzelhandel – 20 Händler machen 42,5 Prozent des Gesamtumsatzes – macht eine Konzentration im Mittelstand zwingend erforderlich, um sich auch in der Zukunft am Markt behaupten zu können. Beide Geschäftsführer betonten noch einmal, dass für den mittelständischen Handel weiterhin gute Marktchancen bestehen, wenn er sich in eine zukunftsorientierte, leistungsstarke Händlergruppe einbringt.

Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu verfassen.
Sie haben noch kein Konto?
Jetzt registrieren