"Vielleicht heißt es ja in ein paar Jahren: Die Schweiz ist bekannt für Qualität, Uhren, Schokolade und de Sede. Das wollen wir erreichen, daran arbeiten wir."

De Sede

Mit neuem Schwung in die Zukunft

De Sede feierte am Montag, 15. Juni, in Klingnau den 50. Geburtstag, und Monika Walser, CEO des Premiumlabels, hat eine ebenso klare wie selbstbewusste Zukunftsvision: "Vielleicht heißt es ja in ein paar Jahren: Die Schweiz ist bekannt für Qualität, Uhren, Schokolade und de Sede. Das wollen wir erreichen, daran arbeiten wir."

Die Voraussetzungen dafür sind deutlich besser als in den vergangenen, durch zahlreiche Investorenwechsel geprägten Krisenjahren. Denn de Sede hat die Wertschöpfungskette, auch den Lederzuschnitt, nach Klingnau zurückgeholt, Machalke ist verkauft und das Team eingeschworen. Auf dem Weg zu alter Stärke helfen Aufträge wie der für weltweit alle Lounges für Swiss. Für neuen Schwung soll das Jubiläumsmodell, das "DS-900" sorgen, eine Schaukelstuhl-Neuinterpretation, die feierlich enthüllt wurde. Dieses Masterpiece ist das Ergebnis des Masterstudiengangs Luxury Design der ECAL Lausanne, entworfen haben es Ophelie Sanga und Inimfon Archibong.

Die wechselvolle Geschichte von de Sede rief Willi Glaeser, ein "de Sede-Urgestein" in Erinnerung, der als Berater und Investor wieder an Bord ist. Er erzählte von den Hochzeiten des Dreamteams, des Spitzensattlers Ernst Lüthy und des Marketingmannes Dr. Urs Felber, die unglaublichen Erfolg hatten. "Je teurer wir verkaufen, desto mehr verkaufen wir", habe Ernst Lüthy mal gesagt, aber in den 80er ging es dann bergab und Zeitungen schrieben: "Offenbar ist es vorbei mit dem Alchimisten, der aus Leder Gold machen kann.", so Glaeser. Danach begann die Zeit der Investoren. Jetzt möchte Willi Glaeser dazu beitragen, das Polsterlabel wieder dorthin zu bringen, wo es mal war.

Helfen wollen auch Topdesigner aus der Schweiz. Während der Jubiläumsfeier diskutierten Robert Haussmann, der de Sede-Ikonen kreiert hat, Alfredo Häberli, der seit ein paar Jahren Designer des Premiumlabels ist, und Stephan Hürlemann vom Studio Hannes Wettstein, mit dem erst seit kurzen zusammengearbeitet wird, über das Sitzen von gestern und in Zukunft.

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