Nobilia

Mit großen Schritten zu weiterer Expansion

Dass Nobilia, schon jetzt Europas größer Küchenmöbelhersteller, nicht nur durch die Übernahme der Alno-Tochter Pino, sondern auch mit zwei neuen Werken seine Kapazitäten ausbauen will, ist bekannt. Jetzt ist das Unternehmen seinen Bauplänen weitere Schritte nähergekommen, wie Unternehmenssprecher Dr. Lars Bopf im Rahmen der LivingKitchen gegenüber moebelkultur.de berichtete.

Bereits vor Jahreswechsel begonnen wurde der Bau von Werk 3 in Gütersloh im neuen Gewerbegebiet Hüttenbrink. In zwei Abschnitten werden hier, in Ergänzung zum benachbarten Verl und Kaunitz, auf sechs Hektar die Flächen für Produktion und Versand erweitert. Damit sollen nach Inbetriebnahme im kommenden Jahr rund 300 neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Vorrangig gehe es hier aber um eine Entlastung der bestehenden Werke, weniger um neue Kapazitäten, so Bopf.

Beim Neujahrsempfang der Stadt Saarlouis signalisierte außerdem Oberbürgermeister Peter Demmer grünes Licht für die Baugenehmigung zum Werk 4 auf dem Lisdorfer Berg. Die Bestätigung stehe unmittelbar bevor. Auf 30 Hektar sind hier künftig bis zu 1.000 Arbeitsplätze geplant. Die Inbetriebnahme kann laut Bopf auch in Saarlouis eventuell noch 2020 erfolgen. Sukzessive wird dem Standort aufgrund der Lage in Europa und zu den Hauptexportmärkten Frankreich und Belgien eine zentrale Bedeutung zukommen.

Parallel zum Ausbau der Kapazitäten wurde zum Jahresstart 2019 auch das Topmanagement aufgestockt. Seit 1. Januar wurden zusätzlich zu Dr. Lars Bopf und Dr. Oliver Streit die beiden bisherigen Geschäftsleiter Michael Klein und Frank Kramer zu Geschäftsführern ernannt. Den Vorsitz übernimmt nun Bopf, bisher Sprecher des Unternehmens.

Frank Kramer kam im März 2018 zu Nobilia und löste Torsten Staude im Bereich Technik ab, der nach nur 4-monatiger Tätigkeit zu Wilkhahn gewechselt war. Kramer war viele Jahre bei den US-amerikanischen Felgen-Herstellern Maxion Wheels und Borbet engagiert und auch einige Jahre in den Staaten als CEO tätig.
Schon seit über drei Jahren ist Michael Klein im Unternehmen, zunächst als Personalleiter und seit Juli 2018 als Geschäftsleiter für die Bereiche Personal und Qualität. Bopf weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass schon in der Vergangenheit mit Dr. Günter Scheipermeier (bis 2015) sowie Christopher Stenzel (bis 2014) eine mehrköpfige Geschäftsführung bestand. 

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