Otto

Mit Geschäftszahlen und neuem Logistikservice im Zielkorridor

Der Otto-Einzelgesellschaft geht es "sehr gut", wie Alexander Birken (Foto) heute auf der Halbjahrespressekonferenz in Hamburg erklärte. Doch nicht nur das: Der Konzern-Vorstand sei stolz darauf, "was die Mannschaft in

Der Otto-Einzelgesellschaft geht es "sehr gut", wie Alexander Birken (Foto) heute auf der Halbjahrespressekonferenz in Hamburg erklärte. Doch nicht nur das: Der Konzern-Vorstand sei stolz darauf, "was die Mannschaft in den vergangenen sechs Monaten geschafft hat". Bis einschließlich Ende September liege der Multichannel-Händler mit 1,34 Mrd. Euro Umsatz sieben Prozent über dem Vorjahr. Das Ergebnis entwickle sich sogar noch positiver. Der Zielkorridor von drei bis fünf Prozent werde nach jetzigem Stand ziemlich sicher erreicht werden.

Die Gründe für diese positive Entwicklung sind mannigfaltig. Doch fest steht, dass Elektrogeräte und Möbel sich als besondere Wachstumstreiber erwiesen haben – denn diese beiden Segementen liegen sogar deutlich zweistellig über den Vorjahr. Insbesondere bei Möbeln habe sich die Sortimentsausweitung bezahlt gemacht. Auch an den Eckpreislagen haben die Verantwortlichen gefeilt, überhaupt sei auch die Preis-Range erweitert worden. Das Angebot reiche vom Preiseinstieg bis zur oberen Mitte. Rückenwind verleiht nach wie vor auch die Jubiläumskapagne "20 Jahre Otto.de". So seien allein mit einer Kampagne, die intern den Namen "Knallertage" trug, an nur einem Wochenende 100 Mio. Euro umgesetzt worden.

Den Turn-Around vom analogen Konzern zum Tech-Unternehmen bekommt die Einzelgesellschaft immer besser hin, wie auch der neue Bereichsvorstand Technology, Dr. Michael Müller-Wünsch, bestätigte. Er sei von der "digitalen Begeisterung" in der Hamburger Zentrale tief beeindruckt – und das nicht allein wegen der 1.000 Angestellten, die mit Programmierung und Entwicklung beschäftigt seien.

Das Ziel der Einzelgesellschaft ist es, "der beste und persönlichste Anbieter im Netz" zu werden. Einen Baustein für diese ehrgeizige Serviceorientierung lieferte nun die Zusammenarbeit mit dem Hermes Einrichtungs Service (HES). Otto-Kunden bekommen bei sofort lieferbaren Speditionsartikeln auf otto.de einen konkreten Liefertermin vorgeschlagen. Passt dieser nicht, kann der Kunde eine Alternative wählen, schließlich muss er für eine Speditionslieferung zu Hause sein. Möglich wird das dank der neuen Wunschterminlieferung.

„In Echtzeit werden verfügbare Liefertermine für den Kunden auf otto.de angezeigt. Diese Termine sind bereits ab dem zweiten Werktag nach Bestellung und bis zu 14 Tage im Voraus möglich – inklusive Samstag“, erklärt Thomas Steck, Direktor Kundenservice & Logistik Otto.

Der Kunde kann dadurch bei der Bestellung je nach Verfügbarkeit aus bis zu drei Zeitfenstern pro Tag wählen – dabei kostet dieser Service zu den Versandkosten für die Speditionslieferung keinen zusätzlichen Aufpreis. Am Tag der Lieferung kann er dann über die geografische Sendungsverfolgung live mitverfolgen, wo seine Lieferung ist und wann genau sie bei ihm eintrifft.

„Otto baut mit der Wunschterminlieferung seinen ohnehin schon starken Service weiter aus. Wir sind stolz darauf, unseren Kunden eine Terminwahl anbieten zu können und so zur weiteren Flexibilisierung der Lieferung, zusätzlich zur bereits bestehenden hohen Zustellgeschwindigkeit, beizutragen“, kommentiert Katy Roewer, Bereichsvorstand Service.

„Die entwickelte Technologie hinter dem Service der Wunschterminlieferung ist bisher einmalig. Derzeit läuft der Roll-Out: Momentan sind rund ein Drittel der Otto-Kunden in ihren Liefergebieten freigeschaltet“, so Roewer. Die deutschlandweite Verfügbarkeit soll in den nächsten Monaten erreicht werden.