Küchenkonjunktur

Mit gemischten Gefühlen ins neue Jahr

Die Konjunkturerwartungen gehen zwar auf Talfahrt, aber die persönliche Einschätzung ihrer Einkommenssituation stellt sich für Verbraucher weiterhin positiv dar. So umriss Martina Sedlmaier, bei der GfK Senior Director Market Insights Central Europe, die aktuelle Konsumstimmung anlässlich der AMK-Pressekonferenz zur LivingKitchen.

Die von der GfK im Handel ermittelten Zahlen für 2018 liegen noch nicht vollständig vor, doch zeichnet sich für den Küchenkonsum ein klarer Negativtrend ab: Von Januar bis September wurden im GfK Panelmarkt Deutschland ein Minus von 9,3 Prozent bei der Verkaufsmenge und 6 Prozent Minus beim Umsatz registriert. Der Auftragswert stieg hingegen um 3,6 Prozent auf durchschnittlich 7.100 Euro. Im Gegensatz zum positiven Verlauf der letzten Jahre entspricht dies einer Kehrtwende. Da sich in dem Ergebnis aber der heiße umsatzschwache Sommer überproportional abbildet, geht die GFK immerhin noch von einer Besserung bis zum Jahresabschluss aus.

Zugleich fällt die Divergenz zu den jüngsten Erhebungen des Statistischen Bundesamtes (bzw. VdDK) auf, auch wenn diese – mit Zeitversatz – den Umsatz der Küchenmöbelindustrie angeben. Denn bis November 2018 liegt der Umsatz hier im Inland bei 5,14 Prozent Plus gegenüber 2017 (inklusive Export +6,34 Prozent). Parallel zum bekannten "Alno-Effekt" und stark verzögerten Lieferzeiten im Herbst 2017 könnte hier das bessere Herbstgeschäft 2018 den Ausschlag geben. 

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