Hausmesse Oberfranken
Mit Design aus der Vergleichbarkeit
Vom 1. bis zum 6. Oktober stellen Oberfrankens Möbelhersteller ihre neuen Modelle für die kommende Saison vor. Rund 40 Aussteller erwarten dann die Vertreter der großen Einkaufsverbände sowie eine Vielzahl
Vom 1. bis zum 6. Oktober stellen Oberfrankens Möbelhersteller ihre neuen Modelle für die kommende Saison vor. Rund 40 Aussteller erwarten dann die Vertreter der großen Einkaufsverbände sowie eine Vielzahl von Händlern aus dem In- und Ausland. Innovatives Design spielt dabei in diesem Jahr eine noch größere Rolle. "Wurde in der Vergangenheit mehr Wert auf neue Funktionen gelegt, so stehen jetzt gestalterische Elemente im Vordergrund", erklärt Norbert Furche, Geschäftsführer des Verbandes der Holzindustrie und Kunststoffverarbeitung Bayern/Thüringen. "Wichtig ist dabei vor allem, sich von ausländischen Billigherstellern abzuheben und nicht vergleichbar zu sein." Das sei vor allem durch hohe Produktqualität und die Betonung eines modernen Designs, gepaart mit traditionellen Modellen, die in großer Vielfalt angeboten werden, möglich. "Das Ziel der Industrie kann nicht in immer günstigeren Preisen liegen, sondern muss Kreativität, Marktpräsenz und jederzeitige Lieferbereitschaft sein", so Furche weiter.
Zur Steigerung der gestalterischen Wertigkeit oberfränkischer Möbel trage auch die Zusammenarbeit der Industrie mit dem Designzentrum der Fachhochschule Coburg bei.
Nach wie vor sieht sich die Branche angesichts der anhaltenden Kaufzurückhaltung großen Problemen auf dem Inlandsmarkt gegenüber. Als Ausweg sieht die Industrie verstärkte Exportanstrengungen: Die Ausfuhren der oberfränkischen Polstermöbelindustrie machen bereits 20 bis 25 Prozent des Umsatzes aus. Einzelne Unternehmen haben sogar 40 Prozent Umsatzanteil.
Die Möbelindustrie ist für Oberfranken ein starker Wirtschaftsfaktor. Gemeinsam mit ihren Zulieferbetrieben stellt sie jeden zehnten Arbeitsplatz in der Region. Insgesamt sind rund 7.000 Mitarbeiter in der oberfränkischen Möbelindustrie beschäftigt, davon arbeiten etwa 5.300 in der Polstermöbelindustrie. Die gesamte Möbel herstellende Industrie in Oberfranken erzielte 2004 ca. 925 Mio. Euro. Rund 770 Mio. Euro davon entfielen auf die Polstermöbelsparte.

Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu verfassen.
Sie haben noch kein Konto?
Jetzt registrieren