Jana Schönfeld und Sascha Groß, Geschäftsführung der Hettich Holding.

Hettich

Mit dem Geschäftsjahr zufrieden

Hettich konnte 2020 einen Umsatz von 1,066 Mrd. Euro erwirtschaften und liegt damit leicht unter dem Vorjahr (1,1 Mrd. Euro). „Angesichts der starken Einbrüche während des zweiten Quartals sind wir mit dem Umsatz aber sehr zufrieden, denn wir hatten nicht erwartet, dass wir diese Rückgänge in diesem Maße wieder ausgleichen können“, erklärte Jana Schönfeld, Geschäftsführerin der Hettich Holding im Rahmen der heutigen Online-Pressekonferenz des Unternehmens.

Der Auslandsanteil lag im vergangen Jahr bei 70 Prozent (Vorjahr: 72 Prozent). 72 Mio. Euro hat der Beschlagspezialist global in neue Produkte, Gebäude und Maschinen investiert (Vorjahr: über 100 Mio. Euro). Unter anderem wurden Produktionsflächen in Deutschland, Tschechien und China erweitert. Aktuell sind rund um den Globus über 6.600 Kolleg:innen bei Hettich tätig, davon mehr als 3.500 in Deutschland.

„Trotz Kurzarbeit, Lockdowns in vielen Ländern und den zeitverzögerten Auswirkungen in den Lieferketten – wir haben unser Ziel, den Lieferservice an unsere Kunden in gewohntem Umfang aufrecht zu erhalten, immer an die erste Stelle gesetzt“, so Sascha Groß, Geschäftsführer Hettich Holding.

Eine weitere Herausforderung stellte der durch einen Brand im Februar verursachte Wegfall der Hettich-Galvanik in Berlin dar. „Zum Glück konnten wir die ausgefallenen Kapazitäten innerhalb weniger Wochen mit Hilfe bestehender und auch neuer Lieferanten kompensieren“, so Jana Schönfeld. Wann mit einem Wiederaufbau der Galvanik zu rechnen ist, sei unter anderem wegen langer Genehmigungs-Prozesse noch nicht zu sagen. „Darüber hinaus haben wir uns erstmal darum gekümmert, unsere Lieferfähigkeit aufrecht zu erhalten. Das stand an erster Stelle“, erläutert Schönfeld.

Eine aktuelle Herausforderung stellen die signifikant gestiegenen Stahl- und Energiepreise dar. Darüber hinaus sind diverse Rohmaterialien knapp. „Deshalb lassen sich Preiserhöhungen leider nicht vermeiden“, erklärt Uwe Kreidel, Geschäftsführer der Hettich Marketing- und Vertriebs GmbH & Co. KG. Auch wenn Prognosen für das noch junge Geschäftsjahr aufgrund der Rahmenbedingungen schwierig sind, rechnet man bei Hettich für 2021 mit einem Wachstum. „Die ersten beiden Monate sind auf jeden Fall gut gelaufen“, so Sascha Groß.

Seine Neuheiten stellt das Unternehmen seit Anfang März auf der hybriden Veranstaltung „HettichXperiencedays“ vor. Das Event läuft über mehrere Wochen. „Wir haben bisher 3.000 Registrierungen für die Veranstaltung, womit wir sehr zufrieden sind“, so Uwe Kreidel. „Auf der letzten ‚Interzum‘ haben über 3.000 Menschen unseren Messestand besucht. Wir gehen davon aus, dass wir mit den ,HettichXperiencedays‘ mehr Menschen erreichen werden.“ Wobei das Unternehmen auch an der diesjährigen, digitalen „Interzum@home“ teilnimmt.

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