Verband des Deutschen Lederindustrie
Missbrauch des Begriffes “Leder” wird verfolgt
"Vegan-Leder", "Outdoor Leder“, "PU-Leder“: Was so alles als Leder ausgegeben wird, vor allem in Onlineshops geht auf keine Kuhhaut. Den verbrauchertäuschenden Missbrauch beklagt der Verband der Deutschen Lederindustrie e.V. (VDL),
"Vegan-Leder", "Outdoor Leder“, "PU-Leder“: Was so alles als Leder ausgegeben wird, vor allem in Onlineshops geht auf keine Kuhhaut. Den verbrauchertäuschenden Missbrauch beklagt der Verband der Deutschen Lederindustrie e.V. (VDL), der darin unlauteren Wettbewerb sieht und Verstöße konsequent abmahnt.
Der VDL, der sich als Dienstleister der Lederhersteller versteht, sieht seine Hauptaufgabe in der Erhaltung der Qualitätsmerkmale und des Ansehens des Naturmaterials "Leder". Als solches "darf bei Angebot oder Verkauf nur ein Material bezeichnet werden, das aus der ungespaltenen oder gespaltenen tierischen Haut bzw. dem Fell durch Gerben unter Erhaltung der gewachsenen Faser in ihrer natürlichen Verflechtung hergestellt ist." Darüber hinaus sind "Echtleder" sowie "Nappa", "Nubuk", "Rindbox" usw., also Ausdrücke, die Verbraucher als Leder erkennt, erlaubt.
Doch absichtlich irreführende Verwendungen insbesondere für Kunstleder seien vor allem im Handel mit Möbeln und Lederwaren aufzuspüren, so der VDL. In allen Medien wird nach Verstößen gesucht. "Übeltäter" werden abgemahnt und Unterlassungsverpflichtungserklärungen von den rechtswidrig handelnden Personen bzw. Unternehmen gefordert. Mit Erfolg. Laut Dr. Thomas Schröer, Geschäftsführer des VDL, wurden "allein in den letzten drei Jahren nahezu 300 Unterlassungsverpflichtungserklärungen und mehr als 30 einstweilige Verfügungen gegen uneinsichtige Unternehmen erwirkt sowie über 30 Vertragsstrafen durchgesetzt oder Ordnungsmittelverfahren eingeleitet, deren Kosten den rechtswidrig Handelnden auferlegt wurden.

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